Dienstag, 3. Januar 2012

25. Dezember

Mozart KV 620 Die Zauberflöte

Odyssee 24, 302 - 329


Odysseus - unerkannt - fabuliert wieder, als er Laertes erzählt, er sei Eperitos aus Alybas.
Sturm habe ihn ans hiesige Gestade getrieben, wo sein Schiff vor Anker liege. Fünf Jahre sind's, seit Odysseus seine Heimat verlassen habe.
Dem alten Laërtes wird es Nacht vor den Augen, mit beiden Händen streut er sich Erde auf sein schneeweißes Haupt.
Jetzt stürzt Odysseus auf seinen Vater zu, umarmt ihn unter Küssen und ruft: "Ich selber bin es, Vater, ich selbst, nach welchem du fragst! Im zwanzigsten Jahre bin ich in die Heimat zurückgekommen. Trockne deine Tränen, gib allem Jammer Abschied, denn ich sage dir's kurz: alle Freier habe ich in unserem Palaste erschlagen!"
Laertes will ein Zeichen, ob es wirklich sein Sohn Odysseus ist.


"Der Fall Zauberflöte": Helmut Perl bringt in seinem Buch einen Aspekt einer ganz anderen Dimension tiefschürfend mit vielen neuen historischen Details  ins Spiel. Perl interpretiert das Libretto völlig neu im Zusammenhang mit der Zeit- und Geistesgeschichte des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts. Damit erweisen sich Komponist und Librettist als engagierte Vertreter einer radikalen Ausprägung der Spätaufklärung. Basis der Oper ist die Ideologie des Geheimordens der Illuminaten, zu dessen Wiener Organisationen Mozart in enger Verbindung stand. Wegen der rigorosen Zensur müssen die Autoren des Werkes die eigentliche Botschaft der Oper in eine tarnende Handlung einkleiden: Die „Zauberflöte" ist allegorisches Theater, bei dem die Personen der Handlung die beiden unversöhnlich einander gegenüberstehenden Mächte Klerus und Illuminaten verkörpern.


KV 620 O Isis und Osiris
KV 620 Soll dich, Teurer, nicht mehr sehen?
KV 620 Ein Mädchen oder Weibchen















.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen