Dienstag, 3. Januar 2012

6. Dezember

Mozart KV 601 Vier Menuette
Mozart KV 602 Vier Deutsche Tänze


Odyssee 23, 1 - 31

Die Irrfahrt Amadées - wie die des Odysseus - nähert sich ihrem Ende ...
Die vom Kaiser erbetene Oper Così fan tutte, Uraufführung 1790 in Wien,  und La clemenza di Tito Uraufführung am 6. September 1791 in Prag, finden wenig Resonanz.
Dazwischen Tänze, allein 10 an der Zahl komponiert in Wien am 5. Februar seines Todesjahres 1791 (KV 501 bis 603 und 611): Heute  je 4 Menutte und 4 Deutsche Tänze.
Selbst leidenschaftlicher Tänzer, äußerte Mozart seinem Freund Michael Kelly gegenüber einmal, seinem Geschmack liege  der Tanz näher als Musik, und einmal schreibt er seinem Vater, bei einem häuslichen Ball sei von 6 bis 7 Uhr (aber 7 Uhr morgens!) getanzt worden. Zuerst tanzt ein einzelnes Paar ein Menuett, dann eine Gruppe die Kontretänze und schließlich kommen die Deutschen Tänze für alle. Besondere Effekte gelingen dem schalkhaften Genie mit der Pickelföte und Leier, letztere ein mittelalterliches Instrument, das sich besonderer Beliebtheit bei den Schäferspielen an Marie Antoinettes Hof erfreute. Die Dreh-, Bauern- oder Radleier (auf Englisch lautmalerisch "hurdy-gurdy") ist ein bootförmiger Kasten mit 2 Saiten, die ein kolophoniertes Scheibenrad in Schwingung versetzt - dazu eventuell eine Baßseite in unveränderlicher Tonhöhe wie im Deutschen Tanz.
Gut 50 Gruppen Tänze komponiert Mozart, alle wirklich zum Tanzen gedacht.




Zum Tanzen ist es auch der alten Schaffnerin Eurykleia zu Mute, sie stürmt ins Zimmer der schlafenden Penlope, um ihr die Rückkunft von Odysseus und den Tod der Freier zu melden - und wird von der ungläubigen Penelope für verrückt erklärt. 

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