Dienstag, 3. Januar 2012

14. Januar

Mozart KV 31 Sonate für Klavier und Violine B-dur

Odyssee 2, 35 - 83

Telemach tritt vor, Herold Peisänor reicht ihm das Zepter. Telemach hält seine Ansprache, schildert seine zweifache Not:
Zuerst habe er seinen Vater Odysseus, König von Ithaka, verloren und nun werde sein Haus und sein Vermögen durch die Freierschar ruiniert. Sie umdrängen seine Mutter mit ungestümer Umwerbung.  Sie schlachten Rinder, Schafe, gemästete Ziegen für den üppigen Schmaus, schwelgen im funkelnden Wein. Telemach fleht bei Zeus und Themis: Haltet ein!
Wirft theatralisch das Zepter hin, weint, und rührt die ganze Versammlung zum Mitleid.


Rührt uns Amadés Musik nicht ebenso?
Gewidmet ist die Sonate KV 31 von 1766, im Haag, der Prinzessin Karoline von Nassau-Weilburg, der älteren Schwester Wilhelm V. (vgl. 10. und 11. Januar). 
Bündig in ihrer Struktur, enthält sie zahllose Passagen der Imitation zwischen beiden Instrumenten. Zu keinem Zeitpunkt aber übernimmt das Klavier eine reine Begleiterrolle, nicht einmal in den Variationen zum Abschluß. Bemerkenswert auch, wie Mozart die Tendenz zu erweiterten lyrischen Themen entwickelt.


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