Dienstag, 3. Januar 2012

5. Januar

Mozart KV 15a - r Londoner Skizzen

Odyssee 1, 144 - 177



Üppig schmausen die Freier in der Burg des Odysseus auf Ithaka - danach  zwingen sie den Sänger Phemios, zur Harfe zu singen.

Telemach beschwert sich über die Freier, ist pessimistisch, was den Vater betrifft, fragt den Fremdling, ob er schon einmal Gast im Hause war, woher er komme, wer er sei.

Wir bitten Amadé zu komponieren.

Leopold Mozart beschwert sich über das Londoner Wetter:
Es gibt hier eine Art Nationalkrankheit, die "Erkältung" genannt wird ... für Leute, die nicht sehr stark sind, lautet der
beste Rat, England zu verlassen und sofort wieder den Kanal zu überqueren. Es gibt zahlreiche Beispiele für jene, die sich nach diesem Wechsel des Landes sogleich besser fühlten.


Leopold selbst und seine zwei Wunderkinder siedeln lediglich in das idyllische Dorf Chelsea über.
Der achtjährige Amadé schreibt dort sieben Wochen ein Notizbuch mit Noten voll, danach komponiert er 1765 seine erste Symphonie.

Erik Smith hat seine Skzzen so zusammengefaßt:

"Die Begegnung mit dem Knaben Mozart außerhalb der sorgsamen Beaufsichtigung durch seinen Vater, der er sich, während dieser krank war, ganz offensichtlich entziehen konnte, ist eine erstaunliche Erfahrung...  die melodische Erfindung ist der der meisten seiner angesehenen Zeitgenossen bereits weit überlegen, die Form jedes Stückes ist überraschend gutgelungen, und vor allem stoßen wir auf einen Mozartschen Gefühlsausbruch, zumindest in dem g-moll-Divertimento (KV 15p - r), den wir in den vollendeten Schöpfungen jener Jahre vergeblich suchen. In diesem Zusammenhang sei an den Bericht erinnert, den Daines Barrington genau zu jener Zeit über Mozart verfaßte und in dem es über ein von dem Knaben über das Wort »Perfido« improvisiertes »Zornlied« heißt: »Mitten in dem Stück hatte er sich in eine solche Erregung hineingesteigert, daß er auf sein Cembalo wie ein Besessener einschlug und sich dabei manchmal sogar von seinem Stuhl erhob."

Wir sind still, hören staunend dem 8jährigen Genie zu.

KV 15

















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