Dienstag, 3. Januar 2012

7. Januar

Mozart KV 19 Sinfonia

Odyssee 1, 213 - 251

Athene alias Mentes fragt Telemach, warum die Gäste mit so unbändiger Frechheit im Saale schwärmten, ob hier in dem Gewühl ein Gastmahl oder eine Hochzeit stattfinde.
Sein Vater Odysseus, mutmaßt Telemach, sei ein Raub der Sturmesgöttinnen und er selbst ein Raub der Freier geworden. Alle Fürsten Ithakas und der umliegenden Inseln würden um seine Mutter werben. Sie könne die aufgedrungene Vermählung weder ausschlagen noch vollziehen; deshalb verprassten die Schwelger all sein Gut.



Telemach wie Amadé stehen vor neuen Aufgaben.
Mozarts sind von wieder auf dem Kontinent.
Kirchen-, Hof- und Hauskonzerte stehen in Dünkirchen, Lille, Genf, Antwerpen, Rotterdam, Den Haag, Amsterdam, Utrecht und Brüssel auf der Tagesordnung - ein Tourneeprogramm, das die Kräfte aller Beteiligten bis aufs äußerste strapaziert. Der Spaß am Reisen weicht für die Kinder spürbar dem Streß der Verpflichtung, als Wunderkinder zu funktionieren. Ein ehemals lustvolles Abenteuer artet aus in zwanghafte Belustigung.
Amadé schreibt 1765 die erste der drei "holländischen Sinfonien", KV 19. Ihr ist Mozarts Stress ebensowenig anzumerken wie Telemach: begleitet von seinen Hunden geht er souverän vor dem staunenden Volk zu seines Vaters Platz. Ob er dabei das Andante der Sinfonia vorausahnte?















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