Dienstag, 3. Januar 2012

8. Januar

Mozart KV 19d Sonate für Klavier zu vier Händen

Odyssee 1, 252 - 305

Mentes alias Athene beschwört den Moment, wenn Odysseus in der Tür steht und die Freier bestraft, der Zeitpunkt aber hänge allein von den Göttern ab. Er/sie ermahnt Telemach, eine Versammlung einzuberufen, die Freier fortzujagen. Falls die Mutter eine zweite Vermählung wünsche, dann solle sie die haben. Telemach möge nach Pylos und Sparta fahren, um sich bei Nestor und Menelaos nach seinem Vater zu erkundigen. Er solle auch, alt genug sei er, über die Beseitigung der Freier nachdenken, sich an Orestes ein Bespiel nehmen, der Ägisthos umgebracht habe.
Telemach muss selbständig werden, Amadé auch.



Er ist 9, als er die vierhändige Sonate in C komponiert und am 13. Mai 1765, begleitet von Nannerl, in Hickford's Great Room in London,  Brewer Street aufführt, denn für das Geschwisterpaar stehen fremde Kompositionen nicht zur Verfügung; ein noch stark vom Vater und Johann Christian Bach beeinflusstes Werk, aber Mozarts Eigenständigkeit wächst - wie bei Telemach.


Drei Akkordschläge und eine galant dahinschlendernde Fortsetzung eröffnen den ersten Satz. Das Menuett ist von berückendem Charme, und im Final-Rondo kommt überraschend ein Adagio (Athene alias Mentes schwärmt von Odysseus), bevor es mit dem Thema schließt.


KV 19d 1. Satz
KV 19d 2. Satz
KV 19d 3. Satz















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen