Dienstag, 3. Januar 2012

12. Juni

KV 374 Rezitativ und Arie für Sopran "A questo seno deh vieni"
                                                                 "Or che il cielo a me ti rende" 

Odyssee 11, 477 - 509

Odysseus erzählt, wie er im Hades erklärte, warum er dorthin gefahren sei.
Er sagte, dass er wegen Teiresas im Hades sei, ob dieser nicht wüßte, wie er zurückkäme nach Ithaka. Dann wendet er sich an Achilles, er sei glücklicher als jeder andere und solle sich nicht wegen seines Todes grämen.
Achilles widersprach. Lieber wäre er der einfachste Knecht auf Erden anstatt hier Herrscher der abgeschiedenen Seelen. Er erkundigte sich nach Orest und nach Peleus, Odysseus aber wußte nichts. Dann erzählte Odysseus vom Sohn des Agamenon Neptolemos.

Joseph II (1741 bis 1790)

Der neue Kaiser Joseph II. toleriert die Freimaurer aus Tradition, seitdem sich sein Vater Franz I. zu ihnen bekannt hat. In Wien haben sich die Stände arrangiert. Es fehlt an Zündstoff für revolutionäre Bewegun­gen, aber es ist ein um so nahrhafterer Boden für Intrigen. Es fällt Mozart schwer, die diffizilen Mechanismen einer Gesellschaft zu durchschauen, die sich dermaßen liberal gebär­det.
Amadé komponiert das Rondo "A questo seno deh vieni" - "Or che il cielo a me ti rende" für den Soprankastraten Franceso Ceccarelli (ein enger Freund der Familie Mozart), Uraufführung am 8. April 1781 in der Akademie des Ritterordens im Deutschen Haus in Wien bei Fürst Colloredo, wo Mozart an der Bedienstetentafel spreist. Der Text stammt von Giovanni de Gamerras 'Simano nel Mogol' (Akt III, Szene 7).
Mozart in einem Brief über das Essen im Deutschritterordenshaus:
Um 12 uhr zu Mittage - leider für mich ein bischen zu frühe - gehen wir schon zu tische - da speisen die 2 Herrn Herrn leib und Seel kammerdiener, H: Controleur, H: Zetti, der zuckerbakker, 2 herrn koche, Ceccareli, Brunetti und - meine Wenigkeit - NB: die 2 herrn leibkammerdiener sitzen oben an - Ich habe doch wenigstens die Ehre vor den köchen zu sitzen - Nu - ich denke halt ich bin in Salzburg.


ZEIRA
A questo seno
Deh vieni, idolo mio. Quanti timori,
Quante lagrime, oh Dio!
Costi alla sposa tua! Dunque tu vivi!
Oh contento! Oh certezza!
Oh premio! Oh speme! Oh amor! Numi clementi!
NeH'offrirmi, pietosi, un si bei dono,
Tutto il vostro rigore io vi perdono.

Or che il cielo a me ti rende
Cara partc del mio cor,
La mia gioia, ah, non comprende
Chi non sa ehe cosa è amor.

Sono all'alma un grato oggetto
Le sue barbarc viccnde,
Ed in sen dolcc discende
La memoria del dolor.

Ach komm an diese Brust,
mein Angebeteter. Wieviel Ängste,
wieviel Tränen, o Gott,
kostest du deiner Braut! Also du lebst!
O Glück! O Gewißheit!
O Preis! O Hoffnung! O Liebe! Ihr gütigen Götter!
Da ihr mir barmherzig ein
so schönes Geschenk gewährt,
verzeihe ich euch alle eure Härte.

Jetzt, da der Himmel dich mir wieder gibt,
du teurer Teil meines Herzens,
kann meine Freude nicht verstehen,
der nicht weiß, was Liebe ist.

Dem Herzen sind die furchtbaren Wechselfälle
ein willkommener Gegenstand,
und in der Brust sinkt süß
die Erinnerung an den Schmerz herab.
 













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