Dienstag, 3. Januar 2012

13. Februar

Mozart  KV 87 (KV 74 a) Mitridate, Re di Ponto

Odyssee 4,  147 - 168

Sparta, im Palast des Menelaos.
Peisistratos gibt Telemach zu erkennen. Dieser, sagt Peisistratos, habe keinen mehr, der ihn gegen die Freier schütze und fragt, ob Menelaos Näheres zu des Odysseus Verbleib wisse. 



Wie bei den griechisches Gastmählern, die einem genauen Ritus unterliegen, gibt die Opera seria in Bezug auf Personenhierarchien, Anzahl und Aufbau der Arien ein starres Regelwerk vor. Amadé schreibt Mitridate, Re di Ponto in nur fünf Monaten als Auftragswerk zur Eröffnung der Mailänder Opernsaison am Teatro Regio Ducale 1770/71 - für einen kaum bekannten 14-jährigen Komponisten eine herausragende Ehre.
Das Libretto stammt von V. A. Cigna-Santi und basiert auf Jean Racine.
Wie immer entledigt sich Mozart auf ausgezeichnete Weise der wahrlich nicht einfachen Aufgabe - er hat sich nach den Wünschen der Sänger zu richten - und dennoch gelingt ihm eine individuelle Charakterzeichnung der Protagonisten auf weit überdurchschnittlichem Niveau.
In der Handlung der Oper geht es - wie auf Ithaka - um Freier.
Titelfigur ist König Mitridates VI. Eupator (132-63 v.Chr.), König von Pontus; während eines Feldzuges gegen die Römer, lässt er seine junge Verlobte Aspasia, in Ninfea auf der Krim in der Obhut seiner Söhne Sifare und Farnace zurück. Er verbreitet die Nachricht von seinem Tod, um diese auf die Probe zu stellen, die um die Gunst der Verlobten ihres Vaters buhlen.
Als Mitridate zurückkehrt, beginnen die Verwicklungen. Aspasia ist hin- und hergerissen zwischen ihren Pflichten gegenüber Mitridate und ihrer aufrichtigen Liebe zu Sifare. Mitridate vermutet, sie habe ihn mit Farnace betrogen, er lobt Sifare für seine Loyalität. Aspasia und Sifare versichern sich gegenseitig ihrer Liebe, wollen sich aus Pflichtbewusstsein trennen.
Farnace verrät sie. Mitridate stellt Aspasia auf die Probe, indem er sie auffordert, sich nicht für ihn, sondern für einen seiner Söhne zu entscheiden. Aspasia offenbart ihre Liebe zu Sifare, woraufhin Mitridate sie und seine Söhne zum Tode verurteilt.
Sifare drängt Aspasia, sich mit Mitridate zu versöhnen und ihn zu heiraten. Doch sie lehnt ab, und so beschließen die Liebenden, gemeinsam zu sterben.
Aspasia will sich vergiften. Farnace will auf Aspasia verzichten und stattdessen dem Pfad der Ehre folgen. Mitridate stürzt sich in sein Schwert, um den Römern nicht in die Hände zu fallen. Er lobt Sifares Loyalität, verzeiht Aspasia und gibt dem Paar seinen Segen und vergibt auch Farnace.
Alle stimmen stimmen in den Chor des Widerstandes gegen die römische Tyrannei ein.
Die musikalische Versinnbildlichung der Verzweiflung Aspasias in deren zweiter Arie Nel sen mi palpita lässt bereits das Genie des reifen Mozart erkennen.

KV 87:  Ouverture
KV 87: 1. Aria "Al destin, che la minaccia"
KV 87: 4. Aria "Nel sen mi palpita"

1. Aria
ASPASIA
AI destin, che la minaccia,
Togli, oh Dio! quest' alma oppressa,
Prima rendimi a me stessa
E poi sdegnati con me.
Come vuoi d'un rischio in faccia,
Ch'io risponda a'detti tuoi?
Ah conoscermi tu puoi
E 'l mio cor ben sai qual è.


Entreiße die bedrückte Seele Dem Schicksal, das ihr droht.
Gib mir erst den Frieden wieder
Und zürne dann mit mir.
Wie soll ich Deinen Worten Antwort geben,
Wenn mich noch Gefahr umgibt?
Ach, Du kennst mein Herz
Und weißt wohl, wie ich bin.


From the fate that threatens it,
Free, o God, this oppressed heart.
First give me back to myself
And then he angry wilth me.How do you expect me in face of danger
To answer your words?
All, you can learn to know me,
As you well know my heart


4. Aria
ASPASIANel sen mi palpita dolente il core;
Mi chiama a piangere il mio dolore;
Non so resistere, non so restar.
Ma se di lagrime umido ho il ciglio,
E solo, credimi, il tuo periglio
La cagion barbara
Del mio penar
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Schmerzlich pocht im Busen mir das Herz,
Mein Leid zwingt mich zum Weinen.
Ich weiß nicht standzuhalten, kann nicht bleiben.
Feucht von Tränen sind die Wimpern
Nur um Deinetwillen, glaube mir.
Deine Gefahr nur ist allein
Der grausame Grund für meine Pein.



In my breast my heart throbs sadly;
My grief calls me to weep;
I cannot resist, I cannot remain.
But if my eyes are wet with tears.
Believe me, it is only
Your peril which is
The cruel reason for my suffering.











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