Dienstag, 3. Januar 2012

2. Februar

Mozart KV 141 (66b)  Te Deum

Odyssee  3, 276 - 302

Mentor, der Gastgebers Telemachs in Pylos, fährt in seinem Bericht über Agamemnon und Menelaos fort:
Er, Mentor, und Menelaos, enge Freunde, segelten in Flottille zusammen von Troja zurück. Beim Kap Sunion fiel der am Steuer auf Menelaos' Schiff stehende Lotse Phrontis plötzlich tot um. Menelaos begrub ihn und fuhr später weiter. Bei dem Kap Maleia geriet er dann in einen fürchterlichen Sturm, der die Flotte zerschlug und Menelaos nach Ägypten verschlug, wo er aber viel Gold und Schätze gewann.
  



Auch Mozarts Vater Leopold treibt es wieder um, er will gen Süden.
Amadés Te Deum, Ende 1769 kurz vor Beginn der Italienreise entstanden, Takt für Takt einem Te Deum von Michael Haydn nachgebildet und deshalb lange diesem zugeschrieben, übertrifft Haydns Werk aber in Gestaltung von Harmonik und Rhythmik, wiederum Beweis für das erstaunliche Können des Dreizehnjährigen. Mozart treibt den ausgedehnten Text radikal im Tempo voran und bewältigt ihn rein homophon-deklamatorisch, kurze Ruhepunkte gibt es nur an zwei Stellen, bei Te ergo quae sumus und miserere.

Die homophone Deklamation folgt der Prosodie des Hymnus Ambrosianus, sie  endet in einer Doppelfuge. Das in noch nicht sieben Minuten vorüberbrausende Stück ist rein chorisch und von mitreißender Geschlossenheit.

Im süddeutschen Raum hat der "Ambrosianische Lobgesang" zwar nicht jene pompösen Vertonungen wie in Frankreich, gehört aber dennoch zum festlichen Ritual.

KV 141












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