Dienstag, 3. Januar 2012

24. Februar

Mozart KV 110 (75b) Sinfonie Nr. 12 G-Dur

Odyssee 4, 425 - 461

Nachdem die Halbgöttin Eidothea mit Menelaos, so erzählt dieser weiter,  am Strand von Pharos vereinbart hat, ihn am nächsten Morgen zur Grotte abzuholen, sprang sie zurück ins Meer.
Am nächsten Morgen tauchte Eidothea wieder auf, brachte vier Robbenfelle und hüllte Menelaos und seine drei Gefährten am Strand ein. Der Gestank der Robben hätte sie beinahe umgebracht, die Göttin strich ihnen Ambrosia unter die Nase.
Die Robben kamen, lagerten sich um sie, mittags kam der Greis Proteus, zählte die Robben und legte sich unter sie.   
Als er eingeschlafen, stürzten sie sich auf ihn. Er verwandelte sich in einen Löwen, Pardel, Drachen, Eber und Wasserfall. Sie hielten ihn trotzdem fest. Endlich war er ermüdet und begann zu reden. 




So muss es auch in Mozarts Ohren geklungen haben, als er die Symphonie in G-Dur (KV 110). fertig gestellt hat.  Amadé unterschreibt
"Sinfonia dell Sgr. Cavaliere Amadeo Wolfg. Mozart in Salisburgo nel Juglio 1771"
Die Sinfonie atmet einen neuen Geist. Nicht nur vom Umfang, sondern auch von der außerordentlichen Sorgfalt her, mit der Mozart jede Stimme ausarbeitet, unterscheidet sich dieses Orchesterwerk von allen vorausgegangenen. Der Baß dient nicht mehr allein als harmonisches Fundament, sondern greift als souverän gesetzte Stimme in ein musikalisches Geschehen ein, das vom kontrapunktisch strukturierten Eigenleben der Mittelstimmen geprägt wird.

Wie es dem alten Proteus in den Ohren geklungen hat, demonstriert Straribacher und seine Mozartband - unüberhörbar: Grandios!

KV 110: 1. Allegro
KV 110: 2. Andante
KV 110: 3. Menuetto
KV 110: 4. Allegro (Mozartband)













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