Dienstag, 3. Januar 2012

26. Februar

Mozart KV 126 Il sogno di Scipio

Odyssee 4, 484 - 511

Menelaos berichtet von der Insel Pharos.Gott Proteus erzählte ihm Menelaos über die Rückfahrt der anderen Griechen:
Nur zwei Heerführer seien umgekommen, einer lebe gefangen, mittten im Meer.
Aias habe zu sehr damit geprahlt, als er den Göttern zum Trotz sich in einem Sturm rettete. Poseidon spaltete erzürnt mit seinem Dreizack den gyräischen Fels und der Teil der Klippe, auf dem Aias saß, versank im Meer, Aias ertrank in der salzigen Flut.


Amadé sitzt an der Kurzoper II sogno di Scipione, einer Serenata drammatica, gedacht zur Aufführung  in der Salzburger Residenz des Fürstbischofs  für dessen Priesterjubiläum. Als Schrattenbach stirbt und Nachfolger Colloredo auf den Plan tritt, arbeitet Mozart flexibel und schnell die Serenata um und ändert ihre Widmung.
Der Vertonung des Librettos von Metastasio - den Stoff hat er von Cicero - entledigt sich Mozart mehr mit Routine als mit künstlerischem Gestaltungswillen. Der Landesfürst bedankt sich mit der Ernennung des Jungkomponisten zum - nunmehr besoldeten - fürsterzbischöflichen zweiten Kapellmeister.

Die Overtüre leitet nach einem markanten D-dur-Allegro im wiegenden, von Oboen und Flöten bestimmten Andante in die erste Szene über.
Im schrecklichen Traum des römischen Feldherren Scipio wird um Erkenntnis gerungen, Geist und Seele als unsterblich vorgeführt. Scipio - wie Telemach und Amadé - wird zur Entscheidung gedrängt: Er will - wer nicht? - im Hímmel bleiben ...
Constanza führt die Klippe an: sie allein sei beständig (bei Aias war Poseidon stärker!) ...

KV 126: Ouverture
KV 126: 9. Aria Biancheggia in mar lo scolio

Aria
CONSTANZA

Biancheggia in mar lo scoglio,
Par che vacilli, e pare
Che lo sommerga il mare
Fatto maggior di sé.


Ma dura a tanto orgoglio
Quel combattuto sasso;
E 'l mar tranquillo e basso
Poi gli lambisce il piè.



Weiß umflutet, scheint der Fels
Im Meer zu wanken.
Zu verschlingen
Scheint ihn die aufgetürmte See.


Doch der umkämpfte Stein
Hält stand mit Stolz.
Das ebene, beruhigte Meer
Leckt dann seinen Fuß.



In the ocean the rock turns white
and appears to waver, and it seems
that the sea, towering above it,
may submerge it.


But that battered stone
proudly survives;
and then the sea,
calm and quiet,
laps its feet.















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