Dienstag, 3. Januar 2012

27. Februar

Mozart KV 135 Lucio Silla

Odyssee 4, 512 - 537

Und weiter berichtet Gott Proteus, so erzählt Menelaos, ihm  von der Heimkehr der Griechen:
Seinen, des Menealaos',  Bruder Agamemnon habe bei Kap Maleia ein Sturm überfallen, er sei weit vertrieben worden, dann aber endlich ans heimatliche Ufer gelangt, das er mit heißen Tränen begrüßte. Ein Späher verriet dem Ägisthos seine Ankunft. Dieser Kriminelle richtete zum Schein ein Gastmahl zum Empfang des Agamemnon, bei dem er ihn und sein gesamtes Gefolge erschlug.



Italien wartet auf Amadé. Mailand bestellt eine Oper zum nächsten Karneval. Im Oktober 1772 verabschieden sich Leopold und Sohn zum drittenmal von Frau und Schwester, treffen zehn Tage später in Mailand ein.
Es ist ehrenvoll für den jungen Mozart, in der Karnevals-Spielzeit 1772/73 die erste der beiden traditionellen Opern zu komponieren. Mozart wird für die Dauer seines Aufenthalts in Mailand eine möblierte Wohnung und für seine künstlerischen Bemühungen (»virtuose fatiche«), zu denen außer der Komposition noch die Probenarbeit und die musikalische Gesamtleitung zählen, ein zwar anständiges, aber nicht glänzendes Honorar geboten.
Für die gesamte Vorbereitungszeit bleiben knappe drei Monate. Schließlich muss noch die Titelrolle
umbesetzt werden, der Tenor erkrankt.
Aus Amadés Brief: "Nun hab noch 14 stuk zu machen, dann bin Ich fertig, treulich kan man das Terzet und
Duetto für 4 stück rechnen. Ich kan ohnmöglich viell schreiben, dan ich weiß nichts, und zweitens weiß ich nicht wass ich schreibe, indem ich nun immer die gedanken bey meiner opera habe, und gefahr laufte, dir anstatt worte eine ganze Aria herzuschreiben."

Unter diesen Bedingungen bleibt nur Staunen über das hohe Niveau von Text, Musik und Ausführung.

Thema ist die moralische Wende des Diktators Lucio Silla, der die Braut des Helden Cecilio begehrt.
Als dieser sich mit dem Schwert gegen den unsittlichen Antrag Sillas wehrt, wird er dem Kerker und schließlich dem Tod überantwortet. In letzter Minute entlässt der Tyrann Cecilio samt Geliebte in die Freiheit.
Amadé dramatisiert die unheilschwangeren Stimmungen und menschlichen Leidenschaften mit überraschend neuen musikalischen Wendungen. An diesem Premierenabend des 26. Dezember 1772 erahnt man, wohin die weitere Reise des Sechzehnjährigen gehen wird: weg von künstlichen Konstruktionen hin zu lebendigen Situationen, mit den dramatischen Konflikten der Personen auf der Bühne die nicht weniger dramatische Verstrickung des Menschen mit sich selbst und anderen aufzuzeigen. Der Mord an Agamemnon ein klassisches Bespiel ...
 





KV 135: Ouverture
KV 135: 11. Aria A se il crudel periglio



Aria
GlUNIA

Ah se il crudel periglio
Del caro ben rammento
Tutto mi fa spavento
Tutto gelar mi fa.

Se per si cara vita
Non veglia l'amistà                                  
Da chi sperare aita
Da chi sperar pietà?  



Ach, wenn ich mich an die grausame Gefahr
Meines Geliebten erinnere,
Wird mir alles zum Schrecken,
Alles läßt mich erstarren.


Wenn die Freundschaft
Nicht über seinem teuren Leben wacht,
Von wem ist dann Hilfe zu erhoffen,
Von wem Erbarmen? 



When l think of the terrible danger
Of my beloved
l am seized with horror,
My blood turns to ice.


If friendship does not watch
Over his precious life,
Where can l look for help,
Where can l look for pity?  














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