Dienstag, 3. Januar 2012

3. Juni

KV 349 (367a) Die Zufriedenheit "Was frag ich viel nach Geld und gut" 
KV 351 (367b) Lied "Komm, liebe Zither" 

Odyssee 11, 204 - 224

Odysseus wollte im Hades seine Mutter umarmen - vergeblich. Sie wies ihn auf die Eigenschaften der Toten hin: nur ihre Seele schwebe wie ein Traumbild dahin. Dann verabschiedete sie sich.

Alles das, was Amadé in seinem Lied über die Zufriedenheit besingt, das fehlt den Seelen im Hades, denen Odysseus begegnet: Agamemnon drückt es am deutlichsten aus: Lieber der kleinste Knecht auf Erden als Herrscher im Totenreich ...



Mozart komponiert in München zwei Lieder mit Mandolinenbegleitung 1780 für den Hornisten Martin Lang; dieser wirkte bei den Aufführung des Idomeneo zu Beginn des Jahres 1781 mit. Der Text für KV 349 stammt von Johann Martin Miller aus dessen "Siegwart Eine Klostergeschichte" von 1777. Mozart komponiert für KV 349 sowohl eine Klavier- als auch eine Mandolinenbegleitung.
Alle Lieder Mozarts erzeugen schon nach wenigen Takten eine ganz eigene Stimmung, hinter der Serenade von der Zither kündigt sich schon Don Giovanni an ...




KV 349
Was frag' ich viel nach Geld und Gut,
Wenn ich zufrieden bin!
Gibt Gott mir nur gesundes Blut,
So hab' ich frohen Sinn
Und sing' aus dankbarem Gemüt
Mein Morgen- und mein Abendlied.

Und uns zuliebe schmücken ja
Sich Wiese, Berg und Wald,
Und Vögel singen fern und nah,
Dass alles widerhallt;
Bei Arbeit singt die Lerch' uns zu,
Die Nachtigall bei süßer Ruh.

Und wenn die gold'ne Sonn' aufgeht,
Und golden wird die Welt,
Und alles in der Blüte steht,
Und Ähren trägt das Feld,
Dann denk' ich: Alle diese Pracht
Hat Gott zu meiner Lust gemacht.

Dann preis' ich laut und lobe Gott
Und schweb' in hohem Mut
Und denk': Es ist ein lieber Gott
Und meint's mit Menschen gut!
Drum will ich immer dankbar sein
Und mich der Güte Gottes freu'n.


KV 351
Komm, liebe Zither, komm,Du Freundin stiller Liebe,
Du sollst auch meine Freundin sein.
Komm, dir vertrau' ich
Die geheimsten meiner Triebe,
Nur dir vertrau' ich meine Pein.

Sag' ihr an meiner Statt,
Ich darf's ihr noch nicht sagen,
Wie ihr so ganz mein Herz gehört;
Sag' ihr an meiner Statt,
Ich darf's ihr noch nicht klagen,
Wie sich für sie mein Herz verzehrt.














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