Dienstag, 3. Januar 2012

12. März

Mozart KV 190 (166b) Concertone C-Dur für zwei Solo-Violinen

Odyssee 5, 59 - 84

Hermes landet auf Kalypsos Insel im Paradies.
Vor ihr brannt' auf dem Herd ein großes Feuer, und fernhin
Wallte der liebliche Duft vom brennenden Holze der Zeder
Und des Zitronenbaums. Sie sang mit melodischer Stimme,
Emsig, ein schönes Gewebe mit goldener Spule zu wirken.

Rings um die Grotte wuchs ein Hain voll grünender Bäume,
Pappelweiden und Erlen und düftereicher Zypressen.


















Unter dem Laube wohnten mit breiten Schwingen die Vögel,
Eulen und Habichte auch und viel geschwätzige Krähen,

Wasservögel, die sich geschäftig nähren am Strande.
Um die gewölbte Grotte des Felsens breitet' ein Weinstock
Seine schattenden Ranken, behängt mit purpurnen Trauben.
Und vier Quellen ergossen ihr silberblinkendes Wasser,
Eine nahe der andern, und schlängelten hiehin und dorthin.
Wiesen grünten schwellend umher, mit Violen und Eppich.

Odysseus aber sitzt weinend am Strand und schaut auf das öde Meer voll bitteren Grams.
Die zwei Solointrumente, zu denen sich noch andere solistisch hervortun (Kalypso, Odysseus und Hermes), kommen in der zu Mozarts Zeit in Salzburg besonders beliebten Gattung vor: dem Concertone. Der Concertone verbindet alte kontrapunktische mit neuen symphonischen Elementen. Amadé besetzt den Concertone C-dur von 1774 mit zwei Soloviolinen und Orchester, solistisch 2 Bratschen, einer Oboe und im 2. Satz einem Violoncello. Typisch barock ist die Dreisätzigkeit (Allegro spiritoso, Andantino grazioso, Tempo di Menuetto Vivace).


KV 190: 2. Andantino grazioso
KV 190: 3. Tempo di Menuetto Vivace











.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen