Dienstag, 3. Januar 2012

24. März

Mozart KV 202 (186b) Sinfonie Nr. 30 D-Dur

Odyssee 5, 430 - 457

Die Welle, die Odysseus aufs Land geworfen hat, sie kommt zurück und reißt ihn wieder ins Meer hinab. Athene aber erhört sein Stoßgebet, glättet die Fluten und eine sanfte Welle spült den Ohnmächtigen an das Ufer einer Flußmündung - er ist auf Korfu im Land der Phäaken gestrandet.




Wirkt die Sinfonie - verglichen mit den drei vorangehenden (KV 183, 200, 201) - nicht unpersönlicher, weniger ernst? Muss sich Amadé - wie Odysseus - erst in einem neuen Land zurechtfinden? Die Sinfonie scheint eine Rückkehr in Unterhaltung und Galanterie. Trotzdem weist sie eine Tendenz zur Zyklusbildung auf: Kopf- und Finalsatz sind durch ein punktiertes Dreiklangsmotiv zu Beginn der Sätze unüberhörbar miteinander verknüpft. Das nur mit Streichern besetzte Andantino bedient sich eines liedhaften Themas, das zu Anfang fugatoartig verarbeitet wird.

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