Dienstag, 3. Januar 2012

25. März

Mozart KV 203 (189b) Serenade für Orchester Nr. 4 D-Dur

Odyssee 5, 458 - Ende

Auf Korfu Ermones-Bucht. 
Odysseus, ans Ufer gespült, küsst die Erde und spricht tief aufseufzend:

Weh mir Armen, was leid' ich, was werd' ich noch endlich erleben!
Wenn ich die gräuliche Nacht an diesem Strome verweilte,
Würde zugleich der starrende Frost und der tauende Nebel
Mich Entkräfteten, noch Ohnmächtigen, gänzlich vertilgen;
Denn kalt weht aus dem Strome die Luft her gegen den Morgen.
Aber klimm' ich hinan zum waldbeschatteten Hügel,
Unter dem dichten Gebüsch zu schlafen, wenn es vielleicht mir
Frost und Ermattung vergönnt und der süße Schlummer befällt mich,
Ach, dann werd' ich vielleicht den reißenden Tieren zur Beute!


                

Odysseus verkriecht sich unter einem dichten Gestrüpp, froh, gerettet zu sein, wartet, was kommt und schläft ein ...


Amadé komponiert für den geretteten Odysseus liebliche Traummusiken...
In der achtsätzigen Serenade für zwei Flöten, zwei Oboen, zwei Fagotte, zwei Hörner, zwei Trompeten und Streicher lässt er Trompeten nur in den raschen Ecksätzen erklingen, es ergibt den festlichen Klang für Kommendes.  In die Gruppe der Streicher arbeitet Mozart in den Sätzen zwei bis vier ein Violinkonzert ein, in den zwei Menuetten wechselt er flott zwischen vollstimmigen bläserbetonten Abschnitten und reinen Streichertakten. Amadé schreibt die Serenade Nr. 4 D-Dur 1774 in Salzburg.

KV 203: 1. Andante maestoso  - Allegro assai
KV 203: 2. Andante
KV 203: 3. Menuetto
KV 203: 4. Allegro
KV 203: 5. Menuetto
KV 203: 6. Andante
KV 203: 7. Menuetto
KV 203: 8. Prestissimo













.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen