Dienstag, 3. Januar 2012

3. August

Mozart KV 431 (425b) Rezitativ und Arie für Tenor
                                        "Misero! o sogno!" "Aura, che intorno"

Odyssee 15, 34 - 66

Göttin Athene bei Telemach in Sparta.
Sie rät ihm für die Heimfahrt, die Inseln zu meiden, des Nachts in Ithaka anzulegen, sein Schiff und die Gefährten weiterzuschicken, selbst beim Sauhirten zu übernachten und diesen tags darauf zu Penelope zu schicken.
Telemach weckt Peisistratos, der vorschlägt, bis Tagesanbruch zu warten. Bei Sonnenaufgang bittet Telemach den Menelaos, ihn in Ehren nach Hause zu entlassen.   


Solche Klagelieder "Misero! O sogno!" hätte Odysseus wiederholt anstimmen können in all den Jahren ...
Im September 1783 vertont Amadé den Text eines unbekannten Dichters nach Mazzolàs 'L’isola capricciosai' für Valentin Adamberger, der das Rezitativ und die Arie in einem Konzert der Wiener Tonkünstler-Sozietät am 22. und 23. Dezember 1783 singt. Adamberger (ital. Adamonti), geboren 1743 in Niederbayern, ist ein europaweit bekannter Opernsänger. Sein gesangliches Können beeindruckt selbst Mozart, der mehrere Partien für ihn schreibt, etwa Per pietà, non ricercate (KV 420 siehe 24. Juli -->).

KV 431

Recitativo
Misero! O sogno!O son desto?

Chiuso è il varco all'uscita.
lo dunque, oh stelle!
Solo in questo rinchiuso
Abitato dall'ombre,
Luogo tacito, e mesto,
Ove non s'ode
Nell'orror della notte
Che de' notturni augelli
La lamentabil voce,
I giorni miei
Dovrò qui terminar?
Aprite, indegne,
Questa porta infernale,
Spietate, aprite, aprite.
Alcun non m'ode, e solo,
Ne' cavi sassi ascoso,
Risponde a' mesti accenti eco pietoso.
E dovrò qui morir?
Ah! negli estremi amari sospiri almen
Potessi, oh Dio!
Dar al caro mio ben l'ultimo addio!



Aria
Aura, che intorno spiri,
Sull'ali a lei che adoro,
Deh, porla i miei sospiri,
Di che per essa inoro,
Che più non mi vedrà.
Ho mille larve intorno,
Di varie voci il suono;
Che orribile soggiorno,
Che nuova erudeltà.
Che barbara Sorte,
Che stato dolente,
Mi lagno, sospiro,
Nessuno mi sente,
Nel grave periglio
Nessuno non miro,
Non spero eonsiglio,
Non trovo pietà.



Ich Armer! Träum' ich
oder wach' ich? Versperrt ist der Weg zum Ausgang.
Muß ich also hier, o ihr Sterne,
allein in dieser abgeschiedenen,
von Schatten bewohnten Gegend,
an diesem schweigenden und traurigen Ort,
wo im Schrecken der Nacht
nichts vernehmbar ist,
als die klagende Stimme
von Nachtvögeln,
meine Tage beschließen?
Öffnet, ihr Ruchlosen,
dieses Tor zur Unterwelt,
öffnet es, ihr Erbarmungslosen, öffnet es.
Niemand hört mich,
und verborgen in den Felsenhöhlen
antwortet meinen traurigen Lauten
nur ein mitleidiges Echo.
Muß ich denn hier sterben?
Könnte ich doch, o mein Gott,
wenigstens mit diesen äußerst bitteren Seufzern
meiner teuren Geliebten
das letzte Lebewohl sagen!



Lufthauch, der du mich umwehst,
trag' meine Seufzer
auf deinen Schwingen zu ihr, die ich anbete.
Sag ihr, daß ich für sie den Tod leide,
daß sie mich nie wieder sieht.
Ich bin von tausend Gespenstern umgeben,
und ich höre den Klang verschiedener Stimmen.
Welch' schauerlicher Aufenthalt,
welch' neue Qual!
Welch' grausames Los,
welch' traurige Lage!
Ich klage, ich seufze,
doch niemand hört mich.
In der tiefsten Not
erschaue ich niemand.
Es ist keine Hoffnung auf Trost.
Ich finde kein Mitleid.

























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