Dienstag, 3. Januar 2012

3. März

Mozart KV  179 (189 a) Zwölf Variationen für Klavier

Odyssee 4, 625 - 656

In Ithaka vor dem Palast des Odysseus vertreiben sich die Freier mit Scheiben- und Lanzenwurf weiter die Zeit. Antinoos und Eurymachos, die Anführer der Freier, sitzen dabei.
Da kommt Noemon und fragt, wann denn Telemach zurückkomme aus Pylos. Er habe ihm sein Schiff geliehen, das er jetzt selbst brauche, um eine Stute von Elis zu holen. Die Freier sind perplex, sie wähnen Telemach irgendwo auf dem Felde bei seinem Vieh.
Antinoos will wissen, wann Telemach und ob er allein fuhr, ob er bei der Bootsübergabe Gewalt angewendet habe.
Nein, so Noemon, er habe das Boot selbstverständlich freiwillg Mentor überlassen, der ihn für Telemach darum gebeten hatte. Was ihn aber wundere: er habe Mentor gestern des Öfteren gesehen, obwohl dieser doch mit Telemach gesegelt sei.


Wie Telemachs Aktionen gegen die Freier sich ändern, so wächst die Kompositionskunst Mozarts. Die Variationen sind adäquate Begleitung für Freier und Residenzen ...
Die 1774 komponierte Variationenfolge in C-Dur über ein Menuett des Oboenvirtuosen J. C. Fischer, den Mozart während seiner Holland-Reise 1766 kennen gelernt hat, ist bedeutend umfangreicher und kunstvoller ausgeführt als die vorhergehenden Klaviervariationen. Deutlich spürbar ist der Einfluss von Amadés Vorbild Joseph Haydn. Das schlichte Thema ändert Mozart vielfach auf interessante Weise: Die zweite Variation legt er kontrapunktisch an, in der neunten Variation überrascht er uns durch das wiederholte sprunghafte Versetzen der Melodie um drei Oktaven.  














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