Dienstag, 3. Januar 2012

6. August

Mozart KV 436 Notturno "Ecco quel fiero istante"

Odyssee 15, 130 - 159

Telemachs Abschied von Sparta. 
Telemachos empfängt Gaben mit ehrerbietigem Dank, sein Freund Peisistratos legt sie in den Wagen. Menelaos führt seine Gäste noch einmal in den Saal zum Abschiedsimbiss. Als sie schon auf dem Wagen sitzen, bringt Menelaos, einen vollen Becher in der Rechten, zur glücklichen Abfahrt den Unsterblichen eine Opferspende, trinkt mit einem Handschlag den Jünglingen zu und gibt ihnen einen Gruß an seinen greisen Freund Nestor auf.  Telemach dankt und gibt seiner Hoffnung Ausdruck, den Vater Odysseus im heimischen Palast zu treffen und ihm von des Menelaos Gastfreundschaft erzählen zu können.




In Menelaos' Saal im Schloss erklingt Mozarts Notturno von 1783.
Sechs Notturni (neben KV 346, 436, 437, 438, 439 und 549) komponiert Amadé für Hausmusiken im Elternhaus seines Wiener Freundes Gottfried von Jacquin, "Ecco quel fiero istante" lautet der Titel eines von diesen. 
Den Text dieses Terzetts für zwei Soprane und Bass entnimmt Mozart aus Pietro Metastasios 'Canzonette'. Ursprünglich denkt er als Begleitung an Klarinetten, verwirft diese Idee aber bereits nach zwölf notierten Takten im Autograph, stattdessen setzt er die weicheren Bassetthörner für diesen Part ein.


KV 436

Ecco quel fiero istante:
Nice, mia Nice, addio!
Come vivrò ben mio,
Cosi lontan da te?


Sempre in pene
lo non avrò più bene
E tu, chi sa se mal
Ti sovverrai di me!


Hier ist der furchtbare Augenblick:
Nice, meine Nice, lebe wohl!
Wie soll ich, meine Liebe,
fern von dir leben.


Stets in Schmerzen,
gibt es nichts mehr für mich,
und du, wer weiß,
ob du meiner gedenkst!











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