Dienstag, 3. Januar 2012

8. März

Mozart KV 185 (167a) Serenade für Orchester Nr. 3 D-Dur
                                         "Antretter-Serenade"
Odyssee 4, 787 - 841

Penelope schläft auf dem Söller ein und hat einen tröstenden Traum, von Athene beschert:
Ihre Schwester Iphtime besucht und beruhtigt sie. Göttin Athene selbst wache über ihren Sohn Telemach. Als Penelope von dem Traumbild erfahren will, ob Odysseus noch lebe und wenn ja, wo er sei, erhält sie keine Antwort, wie der Schmetterling Hamadryas joannae entschwindet Iphtime ...  

Hamadryas iphtime joannae

Und wie oft Schmetterlinge durch Träume fliegen, so erkennt man das Erwachen des Bewusstseins, den Übergang vom präoperativen zum operativen Denken in der kognitiven Evolution an mehreren Stellen in Ilias und Odyssee bei Homers Traumschilderungen.
In der siebensätzigen Serenade KV 185 für zwei Flöten oder zwei Oboen, zwei Hörner, zwei Trompeten, zwei Violinen und Streicher, komponiert in Wien 1773 für Familie Antretter in Salzburg, läßt Amadé seine Schmetterlinge schweben. Die Ecksätze gestaltet er als Sonatensätze in festlichem Duktus, den zweiten und dritten Satz als Violinkonzert.
Antretter-Haus

1765 erwerben Kanzler der Salzburger Landschaft und Hofkriegsrat Johann Ernst von Antretter und seine Frau Maria Anna am Mozartplatz 4 in Salzburg das ehemalige Stadtpalais derer von Rehlingen, ein Haus mit zwei Höfen und einem reich gegliederten Korbbogenportal, heute Sitz mehrerer Anwaltskanzleien und des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Salzburg. Die Beziehungen der Familie Antretter zu den Mozarts sind eng und vielfältig: Sohn Cajetan Antretter ist wie Wolfgang Amadeus Mozart Mitglied der Bölzlschützenkompanie, die Tochter ist Schülerin von Amadés Schwester Nannerl.
 













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