Dienstag, 3. Januar 2012

10. April

KV 239 Serenade "Serenata notturna"

Odyssee 7, 178 - 206

Alkinoos bringt in seinem Palast auf Korfu einen Toast auf Zeus aus und beruft für morgen eine Versammlung ein. Dort soll der Gast erneut bewirtet, die Götter mit Opfern versöhnt und die Heimreise des Fremdlings besprochen werden. Oder sei dieser etwa ein Gott?



Nach diesem Toast beim Bankett im Königspalast spielt Amadé zur Abendunterhaltung der adeligen Gäste seine Serenata notturna von 1776, die etwas Besonderes ist.
Mit der Besetzung fängt es an: Mozart koppelt zwei Streichergruppen (die eine solistisch, die andere chorisch) an das Vorbild des barocken Concerto grosso; keine Bläser - dafür aber Pauken! - bezieht er zusätzlich ein. Doch nur scheinbar vervierfacht der Komponist damit die Standardbesetzung. In Wahrheit handelt es sich um eine "Echo"-Komposition, in dem die Musik des "Hauptorchesters" das andere Orchester als Echowirkung imitiert.
Und nicht zuletzt gewinnt die Serenata notturna in D-dur KV 239 ihren Charme durch den h
äufigen registerartigen Wechsel zwischen Solo- und Tutti-Effekten der beiden Streichergruppen, wobei Amadé im Mittelsatz diese Kompositionstechnik plakativ ausspielt (Menuett: Tutti, Trio: Solo).
Das für Mozartsche Rondeaus so charakteristische Finale erinnert schon in seiner Refrainanlage an das Vorbild der französischen Vaudevilles der Opera comique: Auf die launig verzierte Melodie eines Vorsängers (Soloquartett) fällt das Tutti aller Beteiligten fröhlich antwortend ein.

KV 239














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