Dienstag, 3. Januar 2012

2. April

KV 213 Divertimento

Odyssee 6, 223 - 253

Odysseus kommt langsam an in Scheria/Korfu.
Er badet im Fluss, wäscht sich das Salz von der Haut und zieht die Kleider an, die ihm die Mädchen hingelegt haben. Göttin Athene macht ihn höher von Wuchs, voller, schenkt ihm Locken, er setzt sich an das Ufer des Meeres, strahlend vor Schönheit und Reiz.
Nausikaa sagt ihren Mädchen, das wäre der richtige Mann für sie, wenn der Fremdling doch bliebe. Dann heißt sie ihm Speise und Trank geben. Odysseus isst und trinkt voller Begier, seit langem hat er nichts mehr gehabt. Nausikaa lädt die Wäsche auf, spannt an, will zurück in die Stadt.

























Mozart ist angekommen in der frühen Meisterschaft bei Beherrschung des kammermusikalischen Satzes. Zwar sind die Divertimenti in der thematischen und melodischen Erfindung einfacher gehalten als seine Kammermusik für Streicher. Dies hat aber vor allem mit den technischen Einschränkungen der Blasinstrumente zu tun - ein Mangel, den Mozart durch größeren klanglichen Abwechslungsreichtum aufwiegt.
Regelmäßig schreibt Amadé 1775 und 1777 ein Divertimento. Nach dem Anstellungsvertrag des Oboisten der Salzburger Hofkapelle, Joseph Fiala, hat dieser "auf Verlangen bey der Tafel eine Musique mit blasenden Instrumenten erfolgen zu lassen", es liegt nahe, in Mozarts Salzburger Bläserdivertimenti solche Tafelmusiken zu sehen. Wann und zu welchen besonderen Anlässen, seine fürsterzbischöfliche Durchlaucht dem Verlangen nach derartiger Umrahmung der Tafel mit blasenden Instrumenten Ausdruck zu verleihen geruhten, ist unerforscht.
Der bloße Verdacht, bei Mozarts Bläserdivertimenti könne es sich um Tafelmusiken, Gebrauchsmusik handeln, ist ihrer Rezeption nicht bekommen, sie sind  - leider - selten zu hören. Denn Mozart schreibt in seinen Divertimenti kunstvolle kammermusikalische Sätze, insbesondere in den langsamen Sätzen, in denen er die Fagotte aus der Unisono-Führung löst und ihnen eigene melodische und thematische Aufgaben zuweist. In KV 213 ist die "Contredanse en Rondeau" eine wunderbare Erweiterung des tänzerischen Elementes.














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