Dienstag, 3. Januar 2012

26. April

KV 271 Konzert für Klavier (Jeunehomme-Konzert)

Odyssee 8, 499 - 520

Letzer Abend des Odysseus in Korfu.
Der Sänger singt ein drittes Lied vom Kampf der Griechen gegen Troja.
Wie sie zum Schein ablegten, das hohle Pferd hinterlassend, wo sich die tapfersten griechischen Kämpfer verbargen. Wie die Tojaner beratschlagten, ob man das Pferd spalte, oder von der Zinne stürze oder als Sühneopfer einweihe.
Und der Sänger erzählt davon, wie die Kämpfer aus dem Bauche des Pferdes hervorstürzten, die stolze Festung nahmen und wie Odysseus und Menelaos sich dem Kampf Mann gegen Mann stellten.  



Luise-Victoire spielt zum Lied des Sängers. Die Salzburger Zeit Mozarts geht - wie der Kampf der Griechen vor Troja - langsam zu Ende.
Sein letztes Solokonzert für Klavier dort ist KV 271. Er schreibt es im Januar 1777 für die französische Pianistin Louise-Victoire Jenamy (aufgrund eines Lesefehlers fungiert es als „Jeunehomme-Konzert“), Tochter des berühmten Tanzmeisters Jean-Georges Noverre. Amadé erschließt dem Genre ungeahnte Dimensionen der musikalischen Form und des Ausdrucks. Neuland betritt er mit dem unvermuteten Einsatz des Solisten im Nachsatz des Kopfthemas im 1. Tutti sowie an anderen unüblichen Stellen und nach der Kadenz im 1. Satz; mit dem Instrumentalrezitativ, der Molltonart (c-Moll) und einer an Vokalmusik gemahnenden Gefühlstiefe im 2. Satz; mit dem schier endlosen Rondo-Finale (467 Takte), in dem ein Menuett in der ungewöhnlichen Tonart As-Dur als Mittelteil auf die Widmungsträgerin verweist; und schließlich mit motivischen Verwandtschaften zwischen allen drei Sätzen.
Man traut seinen Ohren nicht: Alles ist plötzlich anders, neu, großartig und unerwartet, Troja ist von den Griechen erobert und der Olymp der Genies durch Anmadé ...


KV 271: 1. Allegro
KV 271: 2. Andantino
KV 271: 3. Rondo. Presto















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