Dienstag, 3. Januar 2012

3. April

KV 216 Konzert für Violine

Odyssee 6, 254 - 288

Nausikaa lädt Odysseus in den Palast ihres Vaters ein.
Er solle ihrem Gespann folgen bis in die Stadt. Diese sei von einer Stadtmauer umgeben, an deren beiden Seiten je ein Hafen liege.  Die Einfahrt sei verengt durch die vielen Schuppen der dort liegenden Schiffe. Beim Poseidontempel finde er den Markt und die Werft. Die Phäaken seien bekannte Schiffsbauer.




Nausikaa will nicht mit ihm, diesem herrlichen Mann, gesehen werden, damit keine falschen Gerüchte entstehen.  
Nausikaa träumt - zum Adagio Amadés - von dem ans Ufer gespülten Fremden.
Zu Beginn des ersten Satzes von KV 216 erinnert der Komponist an Amintas Arie Aer tranquillo aus dem kurz zuvor entstandenen Dramma per musica Il re pastore KV 208 (siehe 29. März -->).
Aus einem Brief eines Sohnes an seinen Vater:
"zu guter lezt spiellte ich die lezte Cassation aus den B von mir. da schauete alles gros drein, ich spiellte als wenn ich der gröste geiger in Ganz Europa wäre."
"daß sie bey Abspielung deiner letzten Caßation alle groß darein geschauet, wundert mich nicht, du weist selbst nicht wie gut du Violin spielst...", anwortet stolz Vater Leopold seinem genialen Sohn Amadeus, der den Wunderkinderschuhen entwachsen ist.
In einem anderen Brief schreibt Amadé:
"auf die Nacht beym soupee spiellte ich das strasburger-Concert. es gieng wie öhl. alles lobte den schönen reinen Ton."
Die Zitate sind Beweis für die große Rolle, die Violine zu dieser Zeit in Mozarts Aktivitäten als ausübender Künstler spielt. Die Andeutung des Vaters besagt weiter, dass Wolfgang seit frühester Kindheit in aller Welt als »Clavierist« bekannt ist, viele Leute überrascht sein Talent als Geiger.
(Der Beiname "Straßbourger" geht aus der Verarbeitung des gleichnamigen, damals sehr beliebten Liedes im Rondeau-Finale hervor.)

KV 216: Allegro 
KV 216: Adagio
KV 216: Rondeau. Allegro











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