Dienstag, 3. Januar 2012

10. Mai

Mozart KV 299 (297c) Konzert für Harfe und Flöte

Odyssee 9, 446 - 479


Odysseus in der Höhle des Kyklopen.
Polyphem klagte seinem Lieblingsbock, unter dem Odysseus hängt, sein Leid.
Aber dieser Niemand sei noch nicht entronnen. Wenn der Bock ihm sagen könnte, wo der sich versteckt, würde er ihn zerschmettern und sein Hirn hierhin und dorthin verspritzen. Die Gefährten gelangten zum Schiff, nahmen die Schafherde mit, stachen in See und Odysseus schmähte mit lautem Rufen vom Meer aus Polyphem, das sei die Strafe von Zeus und den übrigen Göttern!

Ein ähnliches Gefühl wie Odysseus berschleicht Mozart oft in Paris.



Er sieht sich genötigt, seiner kränkelnden Mutter und seinem Vater zuliebe für Geldeinnahmen zu sorgen, die er sich vom Klavier- und Kompositionsunterricht der nur mäßig begabten zehnjährigen Tochter des Herzogs de Guines verspricht.

Der Vater recherchiert sofort und gibt Weisung:
"suche die Freundschaft des Duc de Guines zu erhalten, und sich bei ihm in Credit zu setzen, ich habe oft in zeitungen gelesen, er gilt alles am Königlichen Hofe, da itzt die Königin schwanger ist, so werden dann bey der Geburth grosse Festivitäten seyn, da könntest du etwas zu thun bekommen, so dein Glück machen könnte, da in solchen Fällen wird alles geschehen, was die Königin nur verlangt."

Amadé tut, was zu tun ist: Er schreibt dem Herzog ein Konzert für Flöte, Harfe und Orchester (KV 299). Zwei Instrumente, die Mozart nie recht mag, aber der Duc ist nun mal ein leidenschaftlicher Flötist, und sein Töchterchen spielt "magnifique die Harpfe". So entsteht ein Werk, das zwar den Solisten reichlich Gelegenheit gibt zu brillieren, aber ebenso die Lustlosigkeit des Komponisten spüren läßt.

KV 299: Allegro
KV 299: Andantino
KV 299: Rondo allegro











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