Dienstag, 3. Januar 2012

18. Mai

Mozart KV 146 (317b) Arie "Kommet her, ihr frechen Sünder"

Odyssee 10,  210 - 243

Auf der Insel der Zauberin Kirke.
Die Gruppe fand in einem Tal ihr Haus. Es sprangen zahme Bergwölfe und Löwen auf sie zu, umstrichen sie und wedelten mit dem Schwanz: Kirke hat die Tiere verzaubert.
Drinnen webte singend Kirke ein großes Gewand.
Auf des Polites Vorschlag riefen sie alle nach der Schönen, die kam und sie einlud. Nur Eurylochos ahnte nichts Gutes, er trat nicht mit ein. Kirke bewirtete sie gut, mischte ihnen Zaubertrank unter die Speise und verwandelte sie alle in Schweine.  



Hat Kirke etwa "Kommet her, ihr frechen Sünder" gesungen?

Die drei Strophen schreibt Amadé im Frühjahr 1779, vielleicht verwendet er die Arie als Einlage in ein deutsches geistliches Oratorium; die Begleitung mit einem durch eine Viola erweiterten Kirchentrio spricht dafür.
Beim Komponisten selbst hat das Lied nicht viel gefruchet, er ist zur Gegenpartei, den Freimaurern abgedriftet ...

KV 146

Kommet her, ihr frechen Sünder,
seht den Heiland aller Welt!
Sprecht, ist gegen seine Kinder
je ein Vater so bestellt?
Jesus leidet tausend Qualen,
bis er selbst den Geist aufgibt,
um am Kreuz die Schuld zu zahlen,
die der tolle Mensch verübt.


Kommet, seht Mariam eben
an dem Fuß des Kreuzes an!
Kann es eine Mutter geben,
die so zärtlich lieben kann?
Ach! mit Tränen muß sie sehen,
wie ihr Sohn am Kreuze stirbt,
und sie läßt es doch geschehen,
daß der Mensch sein Heil erwirbt.


Danket nun für solche Liebe,
so der Mutter als dem Sohn,
und verschreibt auch eure Triebe
lebenslang zu ihrem Lohn;
treffet einen Bund mit ihnen,
stets im Lieben treu zu sein,
und hinfüro eure Sinnen
bloß zu ihrem Dienst zu weih'n.






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