Dienstag, 3. Januar 2012

1. Juni

Mozart KV 344 (336b) Zaide. Deutsches Singspiel (Fragment)

Odyssee 11, 138 - 169

Odysseus erzählt weiter von seinen Erlebnissen im Hades.
Nachdem er der Seele seiner Mutter vom Schafblut zu trinken gab, erkennt sie ihn und fragte nach seinem Schicksal.





Ein Spötter wie Osmin im deutschen Singspiel Amadés kann jemanden wie Odysseus nur für einen Narren halten, wie er in seiner Arie es tut. 
1799 findet Constanze Mozart im Nachlass ihres Mannes das Fragment von 1780, das später unter dem Titel Zaide herausgegeben wird.
Mozart will mit der Geschichte eines Christen, der zusammen mit der bevorzugten Haremsdame vergeblich aus den Fängen eines Sultans zu fliehen versucht, die damalige Begeisterung für Türkenstücke bedienen. Das Textbuch ist verloren, Amadé verliert das Interesse an dem Stück, es bleibt Fragment und Vorläufer für Die Entführung aus dem Serail.


Arie
OSMIN
Wer hungrig bei der Tafel sitzt

und schmachtend Speis' und Trank nicht nützt,
mag selbst sein Glück nicht machen.
Er ist fürwahr ein ganzer Narr.
Wer soll nicht drüber lachen? Ha... ha!

Wer schnatternd über Kälte lärmt
und sich bei naher Glut nicht wärmt,
mag selbst sein Glück nicht machen.
Er ist fürwahr, etc.

Wer winselt, jammert, schreit und flucht,
und was er hat, erst ängstlich sucht,
mag selbst sein Glück nicht machen.
Er ist fürwahr, etc.














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