Dienstag, 3. Januar 2012

10. Juni

KV 373 Rondo für Violine 

Odyssee 11, 415 - 446

Odysseus erzählt in Korfu von seinem Hadesbesuch.
Agamemnons Seele berichtete von seiner Ermordung durch Ägisthos und Klytemnästra. Agamemnon hörte im Sterben Kassandra jämmerlich schreien, als Klytemnästra sie über ihm niederschlug. Agamemnon warnte Odysseus vor den Frauen. Er solle nicht alles mit seinem Weibe besprechen. Penelope aber sei wahrlich und ganz und gar rechtschaffen. Odysseus drohe sicher kein Mord.

Rudolph Joseph Graf von Colloredo-Waldsee (1706 - 1788)
Reichsvizekanzler des Heiligen Römischen Reichs
Maria-Theresia mißbilligte seine Leidenschaft für Frauen,
sein Glücksspiel
und seine Verschwendungssucht.
Trotz Klugheit war er faul
und
hatte mangelnden Kenntnisse in Staatsangelegenheiten

Ganz so wild wie in Mykene bei Agamemnon und Klytemnästra ging es in Wien nicht zu, obwohl Graf Colloredo auch kein Kind von Traurigkeit war.

Am 2. April 1781 schreibt Amadé in Wien das Rondo C-Dur für Violine und Orchester, ein Einzelstück. Zusammen mit dem Geiger der Hofkapelle Antonio Brunetti, der mit von Salzburg nach Wien kam, führen sie es bei einem Konzert im Hause des Reichsfürsten Rudolph Joseph Colloredo auf, Vater ihres Dienstherren, des Salzburger Erzbischofs (der Mozart einen Monat später entlässt und demütigt). Das virtuose Allegretto grazioso verklingt nach einer auskomponierten Kadenz mit Mozartschem Witz im plötzlichen Piano. Souverän verwendet der Komponist die Erfahrnungen, die er auf seiner Italienreise mit der dortigen Violinkunst gesammtelt hat.

KV 373












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