Dienstag, 3. Januar 2012

17. Juni

Mozart KV 380 (374a) Sonate für Klavier und Violine

Odyssee 11,  615 - Ende


Odysseus erzählt den Phäaken, wie er im Hades Herakles traf.
Herakles verglich sich mit Odysseus. Auch ihm sei böses Verhängnis auferlegt worden. Er habe sogar den Höllenhund aus dem Hades geholt.
Obwohl er gern noch andere Seelen getroffen hätte, verließ Odysseus aus Furcht vor Persephoneia den Hades. Sie legten ab; erst trieb sie die Strömung des Okeanos, dann günstiger Fahrtwind fort.

Midori Seiler -
Tochter einer japanischen Pianistin und
eines bayerischen Pianisten


Wie Herakles die letzte Seele im Hades in Gestalt des Herakles traf, so komponiert Amadé mit der Sonate in Es-Dur Schluß- und Höhepunkt  der 1781 in Wien entstandenen Gruppe von Violinsonaten (KV 376-380), die auf diesem Gebiet Herausragendes in Mozarts Schaffen bildet. Mozart stellt die technischen Schwierigkeiten der Sonate KV 380 in den Dienst einer brillanten Wirkung - die meisten Dilettanten sind - und waren damit überfordert.
Im ersten Satz führt Amadé immer neue Gedanken ein, führt sie durch und ergeht sich in leidenschaftlichen harmonischen Sequenzen. Im Andante, das diesem kräftig pathetischen und virtuosen Satz folgt, führt Mozart einen neuen, seltsam spannenden Gedanken durch, der schließlich in einen überraschenden Ausbruch eines finsteren und strengen Pathos ausmündet – es ist der Höhepunkt jener schmerzverhüllten Stimmung, die diesen g-Moll-Satz zu einem der ergreifendsten Trauerstücke des ganzen Bandes macht. Das den Bann lösende Schlußrondo, inhaltlich der leichteste Satz des Werkes, ist typisch für Mozarts damalige Behandlung der Form: breite, mehrgliedrige Themen, das erste Seitenthema in der Dominante, wie beim Sonatensatz, das zweite, diesmal in Moll, ebenfalls breit ausholend und in seinem leidenschaftlichen Trotz auf den Mittelsatz zurückweisend; schön ist die zögernde Art, wie Amadé den Rückweg ins Hauptthema findet.

KV 380: Rondo (Allegro)












.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen