Dienstag, 3. Januar 2012

23. Juni

Mozart KV 394 (383a) Fantasie mit einer Fuge für Klavier

Odyssee 12, 195 - 200

Odysseus berichtet den Phäaken von seiner Begegnung mit den Sirenen.
Als sie sich ihnen näherten, trat plötzlich bleierne Flaute ein. Die Mannschaft barg die Segel, ruderte, Odysseus knetete kleine Stücke Wachs in der Sonne und verklebte damit den Freunden die Ohren. Sie banden ihn stehend am Mast fest. 
Mit ihrem hellen Gesang versuchten die Sirenen, Odysseus zu locken, sie wüssten alles, was geschah und geschehen werde, er solle zu ihnen kommen und dann beglückt weiterfahren. Er gab seinen Freunden zwinkernd Zeichen, ihn loszubinden. Die aber legten sich um so mehr in die Riemen, Eurylochos und Perimedes banden ihn fester; als man nichts mehr hörte, lösten sie die Stricke und und entferten das Wachs aus ihren Ohren.




Constanze, die spätere Frau Mozarts und Schwester von Aloysia Weber, ist wie Odysseus vom Singen der Sirenen in Mozarts Fugen für Klavier fasziniert.
Mozart lernt die Kompositionen Bachs und Händels im Hause seines Freundes und Gönners Baron Gottfried van Swieten kennen.
Amadé über Constanze und KV 394 in einem Brief vom 20. April 1782: "weil sie mich nun öfters aus dem kopfe fugen spiellen gehört hat, so fragte sie mich, ob ich noch keine aufgeschrieben hätte? – und als ich ihr Nein sagte. – so zankte sie mich recht sehr daß ich eben das künstlichste und schönste in der Musick nicht schreiben wollte; und gab mit bitten nicht nach, bis ich ihr eine fuge aufsezte, und so ward sie" 

KV 394










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