Dienstag, 3. Januar 2012

26. Juni

KV 119 (382 h) Arien "Der Liebe himmlisches Gefühl"
KV 440 (383h)             "In te spero, o sposo amato"

Odyssee 12, 260 - 293

Odysseus gelangt, wie er den Phäaken erzählt, dann zu Helios' lieblicher Insel Sizilien. Schon von weitem hörte man das Geblöke der Schafe und Brüllen der Rinder. Odysseus musste an des Teiresias' und der Kirke Mahnung denken, Helios' Insel zu meiden. Er befahl, an Teiresias' Weissagung erinnernd, weiterzufahren.
Eurylochos wandte ein, Odysseus sei schrecklich, eisenhart und ohne Mitgeühl für die müden und hungrigen Gefährten. Sie sollen nicht an Land gehen dürfen, um sich zu stärken, auch noch eine gefährliche Nachtfahrt bewältigen, wo Sturm drohe? Man wolle an Land gehen, ein Mahl einnehmen und dann gestärkt weiterfahren. 


Wie Teiresias und Kirke den Odysseus zur Meidung von Sizilien drängten, so Vater Leopold seinen Sohn, die Finger von Constanze zu lassen.
Bei KV 119 ist alles ungewiss. Amadé vertont zu unbekannter Zeit den Text eines unbekannten Dichters. Nur der Klavierauszug hat sich erhalten, daher ist die Besetzung der Begleitung nicht genau feststellbar. Die Arie hat Anklänge an die Entführung aus dem Serail, könnte aber auch als Einlegearie zu anderen Singspielen gedacht gewesen sein. Jedenfalls ist Mozart zu der am wahrscheinlichsten Zeit der Komposition, 1782, sehr in Constanze Weber verliebt. Auch KV 440 schreibt Mozart um diese Zeit, den Text entnimmt er - wie so oft -  aus Metastasios Demofoonte (Akt I, Szene 2). In te spero, o sposo amato setzt er nur für Gesangsstimme und Bass. Das Lied, wie sein Text dartut, entsteht in der Zeit der größten Bedrängnis der Brautleute, gewidmet ist es Per la mia cara sposa.

KV 119
KV 440


KV 119
Der Liebe himmlisches Gefühl
Ist nicht an unsre Macht gebunden.
Ein einz'ger Blick entscheidet viel,
Noch hat mein Herz ihn nicht gefunden;
Ich wart', ich wart' mit Zuversicht.


Wenn die Natur mich lieben heißt,
Wird dieses Herz schon selbst empfinden.
Umsonst beschäftigt sich mein Geist,
Nur sie kann Herzen wohl verbinden,
Nur sie, die Klugheit kann es nicht.


KV 440 (P. Metastasio, «Demofoonte»)
DIRCEA
In te spero, o sposo amato,
Fido a te la sortc mia.
E per te, qualunqu sia,
Sempre cara a me sarà.


Pur che a me nel morir mio
Il piacer non sia negato
Di vantar ehe tua son io,
Il morir mi piacerà.



Auf dich hoffe ich, geliebter Gatte,
dir vertraue ich mein Schicksal an.
Und nur deinetwegen wird es mir,

was es auch sein mag, teuer sein.
Wenn mir bei meinem Tode
die Freude nicht versagt wird,
mich die Deine zu preisen,
so sterbe ich zufrieden.













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