Dienstag, 3. Januar 2012

8. Juni

KV 361 (370a) Serenade (Gran Partita)

Odyssee 11, 354 - 384

Odysseus auf Korfu bei den Phäaken.
Alkinoos hat ihn gebeten, noch bis morgen zu bleiben, er versichert ihm,  dass sie Odysseus Glauben schenkten, er sei kein Betrüger, wie es derer so viele gäbe:

Du erzählst, wie der Sänger, mit kluger Kunst die Geschichte
Alles achaischen Volkes und dein eigenes bitteres Schicksal.

Odysseus solle, die Nacht sei lang, weiter von Ilion und seinen Gefährten erzählen - wenn es sein müsse, bis zum Morgengrauen.

Odysseus:

Reden hat seine Stund', und seine Stunde der Schlummer.

Aber er werde weiter erzählen.




Auch Mozart wird seine Lebensreise fortsetzen, erst nach Wien und dann nach innen, in die Welt seiner Operngestalten, denen er das Bekenntnis zum Mensch-Sein bedingungslos abverlangt.
Er überzieht seinen Urlaub in München vom erzbischöflichen Dienst in Salzburg um fast zwei Monate. Seine Erfolge in München stimmen den 25jährigen euphorisch, bis der  Marschbefehl Colloredos kommt.
Dieser ist zu einer Repräsentationstour nach Wien aufgebrochen und benötigt dort seine musikalische Visitenkarte: Mozart.
Amadé folgt dem Ruf: Wien! Die kulturelle Weltstadt war stets sein Traumziel. In diesen Traum, bald
Trauma, stürzt er sich vorbehaltlos. Am 16. März 1781 trifft er dort ein.
Die Serenade B-Dur Nr. 10 für zwölf Bläser und Kontrabass ist eine seiner ersten Kompositionen in Wien. 
Amadés Hauptthema mit sinfonischem Duktus prägt das Largo, Umfang und marschartiger Charakter des folgenden Menuetts festigen diesen Duktus. Ins Zentrum stellt er drei langsame Sätze: Ein von Klangschönheit und Empfindsamkeit geprägtes Adagio und eine ebenfalls im Adagiotempo gehaltene Romanze mit feierlichem Ton gruppiert er um ein Menuetto, dem er wie bereits beim ersten Menuett zwei kontrastierende Trioteile anschließt. Im Variationensatz bringt Mozart den Farbreichtum der großen Bläserbesetzung voll zur Geltungv und im als Rondo gestalteten stürmischen Finalsatz nimmt Amadé Anklänge an die "alla turca"-Mode der Zeit auf.

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