Dienstag, 3. Januar 2012

11. Juli

Mozart KV 387 Streichquartett Nr. 14 G-Dur

Odyssee 13, 287 - 315

In Ithaka tischt Odysseus der Göttin wieder eine - seiner vielen - Lügengeschichten auf; sie lächelt und verwandelt sich aus einem Jüngling in eine Frau. Gibt sich zu erkennen und rügt ihn, dass Odysseus es seit seiner Jugend nicht lassen könne, lügnerische Reden zu führen.
Sie sagt ihm voraus, was er noch alles auf Ithaka erleben werde. Er solle unerkannt bleiben und schweigend jegliche Schmach und Gewalt seiner Feinde ertragen.
Sie sei, antwortet Odysseus der Göttin, schwer zu erkennen; er wisse wohl, dass sie ihm schon damals hold war, als die Griechen vor Troja Krieg führten. 


Joseph Haydn (1732 - 1809) - Kaiserquartett
Führt Mozart in den Haydn-Quartetten mit dem anderen Komponisten, seinem geschätzten Lehrer und Freund eine ähnliche Diskussion wie Odysseus mit Göttin Athene?
Das in Wien am 31. Dezember 1782 komponierte Quartett in G-Dur, Haydn gewidmet,  ist das erste des Zyklus KV 387, 421, 428, 458, 464, 465. Mozart
handhabt souverän die Techniken Haydns, aber auch Händels und Bachs, er findet in den sechs Werken sehr unterschiedlichen Charakters zu neuem, eigenen Stil und großer Anerkennung in Wien.
Mit dem Quartett KV 387 eröffnet Amadé den Zyklus und stellt die wesentlichen Elemente seines neuen Stils vor: Mit der extrovertierten rhetorischen Themenentwicklung im Kopfsatz erfüllt er Haydns Ideale, der bemerkenswerte Finalsatz mit seiner Verschmelzung von Fugen- und Sonatenform weist auf die Jupiter-Sinfonie voraus.

KV 387: Allegro vivace assai

KV 387: Menuetto Allegro
KV 387: Andante cantabile
KV 387: Molto Allegro













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