Dienstag, 3. Januar 2012

18. Juli

Mozart KV 398 (416 e) Sechs Variationen F-Dur für Klavier

Odyssee14, 61 88

Odysseus als Bettler bei Eumaios, dem Schweinehirten, der von seinem Herrn König Odysseus erzählt.
Odysseus habe ihn treulich geliebt und mit allem versorgt. Doch er sei umgekommen, wie das ganzes Geschlecht der Helena umkommen musste. Er sei mit Agamemnon in den Krieg gegen Troja gezogen. Der Schweinehirt schlachtet zwei Ferkel, brät sie am Spieß und reicht sie mit Wein seinem Gast.
Sie könnten nur Ferkel essen, an den Schweinen labten sich die Freier, denen das Unrechte ihres Tuns wenig bewußt sei.



"Salve Tu, Domine" würde Eumaios König Odysseus zurufen, wüßte er, wer der alte Bettler wirklich ist.

Über diese Arie aus einer Oper Paisiellos improvisiert Amadé im März 1783 Mozart in einem Konzert. Für uns alle fixiert er das wenig später. Ins Zentrum des Werkes stellt er die ausdrucksvoll zu spielende Moll-Variation  Nr. 4.  Von Variation zu Variation steigert Mozart  die Virtuosität. Der Variationszyklus mutiert zunächst zur Fantasie, schließlich zum Klavierkonzert. Bemerkenswert sind drei Rahmenkadenzen, von denen die letzte ein wahres Feuerwerk pianistischer Virtuosität entfacht.

KV 398











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