Dienstag, 3. Januar 2012

19. Juli

Mozart KV 417  Konzert für Horn Nr. 2 Es-Dur

Odyssee 14, 89 - 120

Eumaios, der Schweinehirt, ezählt dem Bettler/Odysseus weiter, wie die Freier dessen Hab und Gut verprassen:
Sein Herr sei rundum der reichste Fürst. Auf dem Festland besitze er je 12 Rinder-, Schaf-, Ziegen-, Schweine- und 11 Ziegenherden, die wackere Leute hüten. Und jeder Tag müsse jeder ein Tier aus der Herde an die Freier abführen, er selbst als Schweinhirt den fettesten Eber.



Odysseus isst schweigend das Fleisch, trinkt gierig den Wein und sinnt auf Rache gegen die Freier. Er fragt Eumaios nach dem Namen dessen, der angeblich im Kampf für Agamemnon umgekommen sei, vielleicht wisse er etwas von ihm, er sei weit herumgekommen in der Welt.

Drei vollständige Hornkonzerte (KV 417, 447 und 495) schreibt Amadé. Der Finalsatz von KV 417 von 1783 erweist sich zur Begleitung der Schilderung von Eumaios mit seiner charakteristisch aufsteigenden Quarte als echte Jagdmusik.
Mozart inspirierte das Spiel des befreundeten Hornisten Joseph Leutgeb zur Komposition seiner konzertanten Werke für Horn. Er folgt dem schematischen Formaufbau knapper Sonatensatz, Kantilene und Finalsatz, meist in Rondoform und prägt sie durch Jagdassoziationen.

KV 417: 1. Allegro maestoso
KV 417: 2. Andante
KV 417: 3. Rondo 

Die Original-Widmung an Leutgeb (auf dem Autoskript) lautet übrigens:
Wolfgang Amadé Mozart hat sich über den Leitgeb Esel, Ochs, und Narr, erbarmt zu Wien den 27. May 1783












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