Dienstag, 3. Januar 2012

2. Juli

Mozart KV 385 Sinfonie Nr. 35 "Haffner"-Sinfonie

Odyssee 13, 1 - 30

Totenstill ist es im Saal des Königspalastes auf Korfu, als Odysseus mit seinem langen Bericht der Irrfahrten zu Ende ist, alle horchen schweigend noch wie entzückt ...
Alkinoos unterbricht die Stille, spricht seine Hoffnung aus, dass auf der Weiterfahrt zur heimatlichen Insel Odysseus keine Stürme verwehen mögen, Kleidung und Gold liege für den Helden bereit und ein jeder solle ihm noch ein dreifüßiges Geschirr mit Becken schenken.
Am nächsten Morgen eilen sie alle zum Schiff, Alkinoos selbst staut die Gaben sorgfältig unter den Ruderbänken. Dann opfern sie Zeus und nehmen ein Abschiedsmahl.





Wieder trägt Mozart festliche Musik bei zum Abschiedsmahl. Sinfonie Nr. 35 vom März 1783 ist die ursprünglich anlässlich einer Festlichkeit der befreundeten Familie Haffner sechssätzig konzipierte Serenade (daher ihr Name Haffner-Sinfonie), die Amadé für die Aufführung reduziert auf eine viersätzige Sinfonie, indem er Marsch und Menuett aussondert.
(Die "Erste Haffner-Serenade" schreibt Mozart 6 Jahre früher zum Polterabend der Schwester Sigmunds, siehe 16. April -->)

Sigmund Haffner d. J. Edler von Imbachhausen (1756 - 1787)
Dem originären Anlass entsprechend komponiert Mozart den ersten Satz festlich - sein Freund Sigmund Haffner wird geadelt; die Mittelsätze hält er serenadenhaft. Die Sinfonie beschliesst der Komponist mit einem triumphalen, schwungvollen Finale.

KV 385: 2. Andante

Hört Euch andere Interpreten an, Sir Neville Mariner, Karl Böhm und seine Berliner Philharmoniker, Christoph von Dohnány, James Levine u.v.a.!
Welche Unterschiede, Gegensätze! Das soll das gleiche Werk sein?
Ja, alle vier Interpretationen ergeben das Eine: Mozarts Genie!
Und jede weitere Interpretation wieder, immer wieder. 











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