Dienstag, 3. Januar 2012

24. Juli

Mozart KV 420  "Per pieta, non ricercate" Arie für Tenor und Orchester

Odyssee 14, 243 - 280

Bettler/Odysseus setzt seine Story fort, die er dem Eumaios auftischt.
Er sei nur 1 Monat zuhause in Kreta geblieben, dann habe er neuen Mut gefasst, 9 Schiffe ausgerüstet und sei zum Nil gefahren. Nach einwöchigem Abschiedsfest segelten sie mit Nordwind nur 5 Tage und ankerten in der Nilmündung. Seine Mannschaft aber missachtete sein Verbot, an Land zu gehen, bis alles ausgekundschaftet sei. Sie plünderten das ägyptische Land, nahmen Frauen und Kinder gefangen und erschlugen die Männer. Ein wohlgerüstetes Heer kam, tötete viele von ihnen und die anderen versklavten sie. Er selbst habe sich ergeben und dem ägyptischen König die Kniee geküsst, der ihn begnadigte und aufnahm.


Valentin Adamberger

Dort in Ägypten am Nil - oder sonst  irgenwo auf einer der vielen Stationen seiner Odyssee - hat der König von Ithaka oft diesen Text intoniert.
Die Rondo-Arie "Per pieta, non ricercate" (die dritte nach KV 419, siehe 23. Juli -->) als Einlage zu Pasquale Anfossis Oper 'Il curioso indiscreto' von 1783 im Burgtheater schreibt Amadé für Valentin Adamberger, vorgesehen im zweiten Akt, Szene 4. Ein Brief Mozarts belegt, dass sie auf Salieris Veranlassung nicht aufgeführt wird. Valentin Adamberger, erster Belmonte der Entführung aus dem Serail, ist einer der beliebtesten Tenöre der Zeit in Wien.


IL CONTE
Per pietà, non ricercate

La cagion del mio tormento,
Si crudele in me lo sento,
Che neppur lo so spiegar.
Vo pensando... Ma poi come?
Per uscir... ma ehe mi giova
Di far questa o quella prova,
Se non trovo in che sperar!
Ah, tra l'ire e tra gli sdegni
Della mia funesta sorte,
Chiamo solo, oh Dio, la morte
Che mi venga a consolar.

IL CONTE DER GRAF
Um Himmels willen forscht nicht
nach der Ursache meiner Qual.
Ich fühle sie so grausam in mir wüten,  
daß auch ich sie nicht erklären kann.
Ich gehe mit Gedanken um ... Doch wie denn?
Um einen Ausweg zu finden ... Doch was hilft's
mir, diesen oder jenen Versuch zu machen,
wenn ich nichts finde, worauf ich hoffen könnte.
Ach, zwischen Zorn und Unmut
über mein finsteres Schicksal
rufe ich, mein Gott, nur den Tod heirbei,
der kommen möge, mich zu trösten.













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