Dienstag, 3. Januar 2012

26. Juli

Mozart KV 432 (KV 421 a)  "Così dunque tradisci" "Aspri rimorsi atroci"
                                                  Rezitativ und Arie für Bass und Orchester


Odyssee 14, 314 - 345

Bettler/Odysseus erzählt Eumaios von seinem (angeblichen) Schiffbruch mit dem betrügerischen Phöniker auf der Reise nach Libyen. Am zehnten Tag sei er ans Land der Thesproten geworfen worden, der König habe ihn gepflegt und dort habe er auch von Odysseus gehört. Der sei nach Dodona gegangen, um zu erfahren, wie er nach Ithaka gelange. Das Schiff sei schon segelfertig gewesen, um Odysseus dorthin zu bringen. Ihn, den Alten, brachte man dann nach Dulichion, unterwegs aber raubten sie ihn aus und legten auf Ithaka an.




Die Antike, ob in der Odyssee oder beim Scherbengericht über Themistokles, ist allgegenwärtig ...

Für Ludwig Fischer schreibt Amadé "Così dunque tradisci" - "Aspri rimorsi atroci". Ihm schneidert er später auch die Rolle des Osmin in Die Entführung aus dem Serail auf den Leib. Der Text zu KV 432 stammt aus Pietro Metastasios 'Temistocle' (Akt III, Szene 8).


SEBASTE
Cosi dunque tradisci,
Disleal principessa ...
Ah, folle! ed io
Son d'accusarla ardito!
Si lagna un traditor d'esser tradito!
II meritai. Fuggi, Scbaste... Ah! dove
Fuggirò da me stesso? Ah! porto in seno
Il carnefice mio. Dovunque io vada,
Il terror, lo spavento
Seguiran la mia traccia;
La colpa mia mi starà sempre in f'accia.

Aspri rimorsi atroci,
Figli del fallo mio,
Perche si tardi, oh Dio!
Mi lacerate il cor?

Perché, funeste voci
Ch'or mi sgridate appresso,
Perché v'ascolto adesso,
Ne v'ascoltai fin or?

SEBASTE
So also hast du mich verraten,
treulose Prinzessin ... Ah, Wahnsinn! Und ich
erkühne mich, sie anzuklagen!
Ein Verräter beklagt sich, daß er verraten wird!
Ich habe es verdient! Flieh, Sebaste... Ach, wohin
soll ich vor mir selbst fliehen?
Ah! In meiner Brust trage ich meinen Mörder.
Wohin ich auch gehe, der Schrecken, das Grauen
folgen meinen Spuren.
Meine Schuld wird mir stets im Gesicht
geschrieben stehen.

Herbe, entsetzliche Gcwissensqualen,
Kinder meines Unglücks,
warum, o mein Gott, zerfleischt ihr
so spät erst mein Herz?

Weshalb, ihr unheilvollen Stimmen,
die ihr jetzt bei mir scheltet,
weshalb vernehme ich euch jetzt,
und habe euch bis jetzt nicht vernommen?


























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