Dienstag, 3. Januar 2012

27. Oktober

Mozart KV 525 Eine kleine Nachtmusik

Odyssee 20, 33 - 69

Athene kommt zu Odysseus in Frauengestalt.
Sie neigt sich über sein Haupt und setzt seinen bangen Gedanken, wie er über so viele siegen soll, ein Ziel:
"Kleinmütiger, verlässt man sich doch schon auf einen geringeren Freund, auf einen Sterblichen, der nicht so reich an Ratschluss und an Kraft ist; ich aber bin eine Göttin und beschirme dich in jeder Gefahr; und wenn dich fünfzig Scharen voll Mordlust umringten, dennoch würdest du es hinausführen! Überlass dich dem Schlummer, denn bald tauchst du aus der Trübsal auf."
Während Odysseus nun der Schlaf umfängt, erwacht Penelope im Bett und weint. Sie betet zu Artemis.

Und Amadé stimmt "Eine kleine NachtMusick", wie Mozart sie eigenhändig in sein "Verzeichnüß aller meiner Werke" eintrug, an.
Jeder, auch der nichts von Amadés Musik weiß, erkennt ohne Zögern diese Serenade G-Dur für Streicher, heute Mozarts populärstes Werk. Über Auftrag oder Zweck der Komposition wissen wir nichts. Wollte er der kurz zuvor geschriebenen Divertimento-Posse "Ein musikalischer Spaß" KV 522 --> das Idealbild einer Serenadenmusik gegenüberstellen? Die "Kleine Nachtmusik" ist fünfsätzig, symmetrisch angelegt; leider ist das Blatt mit dem ersten Menuett mit Trio aus der autographen Partitur verschollen.
Im eröffnenden Allegro bringt Mozart abwechslungsreiche Motivik. Ihm folgt, eigentlich erst nach dem verlorenen zweiten Satz, eine Romanze, die Mozart als Ständchen gestaltet. Dem "zweiten" Menuett mit seiner verdoppelten Melodie- und Basslinie schließt der Komponist ein Sonatenrondo-Finale an, das er durch eine ruhelose Begleitmotivik kennzeichnet.

KV 525 1. Allegro
KV 525 2. Romanze. Andante
KV 525 3. Menuett. Allegretto
KV 525 4. Rondo. Allegro










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