Dienstag, 3. Januar 2012

10. August

Mozart KV 346 (439a) Notturno "Luci care, luci belle"

Odyssee 15, 256 - 287

Der Seher Theoklymenos ist zu Telemach ans Schiff gekommen, als dieser in Pylos ablegt.
Er streckt seine Hände nach Telemach aus und ruft:
"Bei deinem Opfer, Jüngling, bei den Göttern und bei der Wohlfahrt deines Hauptes und der Deinigen flehe ich zu dir: Sage mir, wer du bist und wo du wohnest."  Telemachos gibt ihm bereitwillig Auskunft, der Mann stellt sich als Seher Theoklymenos vor. Er hat im Streit und Jähzorn einen Mann aus mächtigem Geschlecht erschlagen und irrt wie ein Verbannter durch die Welt. "Du aber, guter Jüngling, betrachte mich als einen Schutzflehenden und laß mich zu dir ins Schiff, denn meine Verfolger sind mir auf den Fersen!"
Telemach nimmt ihn mit, sie werfen die Leinen los.




"Luci care, luci belle", auf einen Text von Pietro Metastasio, komponiert Amadé etwa 1786/87 für Hausmusik im Elternhaus seines Wiener Freundes Gottfried von Jacquin.  Zwei Soprane und Bass, von drei Bassetthörnern begleitet.


KV 346

Luci care, luci belle,
Cari lumi, amate stelle,
Date calma a questo core!

Se per voi sospiro e moro,
Idol mio, mio bel tesoro,

Forza e sol del Dio d'amore.

Teure Augen, schöne Augen,
teure Lichter, geliebte Sterne,
gebt Ruhe diesem Herzen.
Wenn ich für Euch seufze und sterbe,
meine Angebetete, mein Schatz,
Kraft kommt nur vom Gott der Liebe.











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