Dienstag, 3. Januar 2012

15. August

Mozart KV 439b (Anh 229 und 229a) Divertimento Nr. 5 B-Dur

Odyssee 15, 412 - 445

Eumaios, der Schweinehirt, erzählt dem Odysseus/Bettler die Geschichte seiner Herkunft:
Er ist Sohn des Königs der zwei Städte auf der Insel Syria namens Ktesios. Als Eumaios noch klein war, landeten dort Seefahrer aus Phönizien, die allerlei niedliche Waren auf ihrem Schiff zum Verkauf mitbrachten und lange blieben. Sie hatten damals ein phönizisches Weib, schön und schlank von Gestalt, die sein Vater als Sklavin erstanden hatte.  Sie wurde mit einem der phönizischen Krämer, ihrer Landsleute, vertraut und hängte ihr Herz an ihn und pflog beim Schiff heimlicher Liebe mit ihm und er versprch, sie nach Phönizien mit zurückzunehmen.

Das Divertmento Nr. 5 ist der letzte Zyklus von KV 439b. Musikalisch zeichnen sich Amadés Serenaden und Divertimenti - alle Werke dieses Typus zusammengenommen - durch große Vielfalt aus. Dies betrifft die Besetzung, die von reiner Streich- oder Bläsertriobesetzung über das klassische Streichquartett und größere reine Bläserbesetzungen und gemischte Solobesetzungen bis hin zum symphonischen Orchester unter Einschluß des Solokonzerts reicht.
»Divertimento« und »Serenade« bedeuten dennoch begrifflich nicht dasselbe. Der erste Begriff zielt mehr auf den Charakter der Werke als unterhaltende Musik, verbunden mit einer gewissen Indifferenz in bezug auf Besetzung und Form; der zweite, »Serenade«, meint die Art der Aufführung als nächtliche Freiluftmusik zu einem besonderen Anlaß.
Das Zitat aus dem Brief an den Vater ("Si
e sehen daß der Willen gut ist; allein wenn man nicht kann, so kann man nicht! - ich mag nichts hinschmiren.") beweist Mozarts imperative Qualitätsdevise, der sich Amadé ausdrücklich auch bei seinen sogenannten Gelegenheitswerken bedingungslos unterwirft.

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