Dienstag, 3. Januar 2012

17. August

Mozart KV 427 (417a) Missa C-moll

Odyssee 15, 477 - 511

Eumaios berichtet weiter über seine Herkunft:
Am siebten Tag traf Artemis das Weib mit einem Pfeil, man warf sie über Bord und in Ithaka erwarb ihn Laertes.
Odysseus antwortet, dass er es jetzt doch nicht schlecht habe hier auf der Insel. Er selbst sei auch in viele Länder und Städte verschlagen worden. So unterhalten sie sich und gehen dann schlafen.

Am Ufer in der Nähe landen Telemach und seine Gefährten. Nach dem Abendessen schickt Telemach sie weiter zum Hafen, er selbst will zu seinem Hirten aufs Land gehen und abends nachkommen. 

 

Warum tötet Artemis die Frau? Und warum vollendet Mozart sein ehrgeizigstes kirchenmusikalisches Werk, die C-Moll-Messe nicht?
Die berühmte Messe C-moll für zwei Soprane, Alt, Tenor, Bass, Chor und Orchester, eine der herausragenden Messevertonungen europäischer Musikgeschichte, leider nur als Fragment erhalten, entsteht 1782/1783 in Mozarts ersten Wiener Jahren. Sie besitzt, geprägt vom Studium Händel’scher und Bach’scher Kompositionstechnik, barockisierenden Charakter. Auch die Anlage als neapolitanische Nummernmesse wirkt zu dieser Zeit archaisierend. Amadé schreibt Kyrie, Gloria, Sanctus und Benedictus, sie kommen im Oktober 1783 in der Stiftskirche St. Peter in Salzburg zur Aufführung - mit seiner Frau Constanze als Sopran-Solistin. Das Credo bricht er nach zwei Sätzen ab.
Die Sopran-Arie im Mittelteil des Kyrie findet sich auch als Gesangsübung für Mozarts Frau Constanze in KV 393. Das Gloria hält Mozart im Stil Händelscher Oratorien-Tradition, das Credo bezieht er deutlich auf barocke Formen. Im Sanctus fällt die große Klangpracht ebenso auf wie die ungewöhnliche Harmonik. Das solistische Benedictus hält der Komponist wieder barockisierend. Kyrie und Gloria arbeitet Mozart später zur Kantate "Davide penitente" KV 469 um.

Nach seinem Abschied aus des Fürstbischofs Diensten und der Übersiedelung nach Wien hat er mit Kirche und Kirchenmusik nur mehr wenig zu tun. Als freier Künstler schreibt er in erster Linie Serenaden, Sonaten, Klavierkonzerte, Symphonien und Opern.

Die c-moll-Messe - ein Monumentalwerk, das den Rahmen der bisherigen Messkompositionen Mozarts sprengt - beginnt Amadé im Sommer 1782 ohne jeden äußeren Auftrag in Wien. Am 4. August 1782 hatte die Hochzeit mit Constanze stattgefunden. Am 17. August schreibt Mozart: „….mit einem Worte wir sind für einander geschaffen – und gott der alles anordnet, und folglich auch dieses gefüget hat, wird uns nicht verlassen“. An anderer Stelle: er habe „in seinem Herzen versprochen, wenn er sie als seine Frau nach Salzburg brächte, dort eine neukomponierte Messe zur Aufführung zu bringen.“
In jenen Jahren setzt er sich mit Johann Sebastian Bach auseinander, was eine schöpferische Krise auslöst. Aber die Fugen am Ende des Gloria und des Sanctus zeigen, in welch hohem Maße Mozart den kontrapunktischen Stil mit eigenem Geist erfüllt.
Über die Gründe, warum Mozart die Arbeit an der Messe eingestellt hat, wird gerätselt. Ist es der schmerzliche Tod des kaum zwei Monate alten Sohnes Raimund Leopold am 9. August 1783 oder die von Kaiser Joseph II. eingeführten Beschränkungen der Kirchenmusik, die kaum Hoffnung auf weitere Aufführungen zulassen oder die  Abwendung Mozarts vom dogmatischen Katholizismus hin zur Freimaurerei im Jahr 1784?











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