Dienstag, 3. Januar 2012

21. August

Mozart KV 449 - Konzert für Klavier und Orchester Nr. 14 Es-Dur

Oyssee 16, 30 - 61

Telemach zurück aus Pylos beim Sauhirten Eumaios.
Er fragt nach dem Ergehen der Mutter und betritt dann die Hütte, wo ihm Odysseus Platz macht; Eumaios wehrt ab, der Gast solle sitzen bleiben.
Dann tischt Eumaios die Reste von gestern auf, bietet Wein an und Telemach fragt nach dem Gast und Eumaios will ihm über diesen alles berichten.



Telemach ist - wie Mozart - gereift auf seiner Erkundungsreise nach dem Vater ... 
Am 9. Februar 1784 trägt Amadé als erstes in sein neu angelegtes Werkverzeichnis das er für seine Schülerin Barbara Ployer (als eine der besten Pianistinnen Wiens hoch geschätzt) komponierte Werk KV 449 ein. Es eröffnet eine neue Schaffensphase Mozarts.
Den 1. Satz notiert der Komponist - wie in insgesamt nur drei Konzerten - im 3/4-Takt. Die Besonderheit ist die Mischung verschiedener Themengruppen und der überraschende Einsatz des Seitensatzes in c-Moll. Der 1. Satz wirkt unruhig, Amadé lässt das zweite Thema bereits in der Orchesterexposition statt in der Grundtonart in der Dominante spielen, er stellt einen Gegensatz zum 2. Satz, dem Andantino, dar. Das Finalrondo komponiert er in einer doppelten Coda mit einem Taktwechsel, die Imitationen des Finales ermöglichen dem Kontrapunkt eine selbstständige, natürliche Rolle. Mozart bricht mit Formprinzipien und verdeutlicht somit seine Erhabenheit über vorgegebene Kompositionsbedingungen. Wir hören es, der Komponist hat eine kompositorische Souveränität erreicht, die es ihm erlaubt, die schematischen Formprinzipien jedes Mal neu zu interpretieren.
Nicht weniger als sechs Klavierkonzerte schreibt er im Jahre 1784, bei aller individuellen Verschiedenheit ähneln sie sich in ihrer formalen Anlage, ihrer Besetzung und in der Aufwertung des Bläsersatzes zu einem eigenständigen Klangkörper.

KV 449 1. Allegro vivace
KV 449 2. Andantino
KV 449 3. Allegro ma non troppo


















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