Dienstag, 3. Januar 2012

22. August

Mozart KV 450 Konzert für Klavier Nr. 15 B-Dur

Oyssee 16, 62 - 89

Eumaios erzählt Telemach über seinen Gast (Odysseues):
Er stamme aus Kreta, habe viele Städte im Irrsal gesehen und vor Ithaka sei er von einem Schiff thesprotischer Männer geflohen. Dann vertraut er seinen Gast Telemach an.
Telemach meint, dafür sei er noch zu jung. Er werde dem Fremden aber gute Kleidung und ein Schwert heraufschicken; Eumaios solle ihn hier behalten und nicht zu den Feiern lassen, die es allzu arg trieben, ein einzelner könne nur wenig gegen die Masse ausrichten.



Wie Telemach entscheidet Mozart nun selbständig und autark.
Amadé löst sich mit dem Klavierkonzert Nr. 15 von 1784 endgültig von den traditionellen Formen des Konzertsatzes. Er zeigt uns erstmals, was im Bereich der konzertanten Musik mit der Kombination von drei Klangkörpern – Soloinstrument, Bläser und Streicher – zu erreichen ist. Schon zu Beginn des ersten Tutti lässt er die Bläser gleichberechtigt mit dem Klavier sowie den Streichern konzertieren. Das Klaviersolo beginnt er mit einer streichergestützten, in die Orchesterschlusstakte eindringenden Kadenz, während er in der Reprise ein Orchesternebenthema aufgreift: sein 3. Thema. Im langsamen Variationensatz, dessen erste Variation Mozart bereits in das Thema integriert, und im vom Solisten eröffneten Finalrondo beweist der Komponist seine schöpferische Handhabung traditioneller Formprinzipien.

KV 450 1. Allegro
KV 450 2. Andante
KV 450 3. Allegro

















Entstehung: Wien, 1784

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