Dienstag, 3. Januar 2012

30. August

Mozart KV 456 Konzert für Klavier Nr. 18 B-dur

Odyssee 16, 271 - 307

Odysseus zerstreut Telemachs Bedenken.
Er verweist auf Athene und Zeus als Bundesgenossen, die nicht lange auf ihre Hilfe warten lassen werden. "Du selbst nun, lieber Sohn, geh am nächsten Morgen in die Stadt zurück und setze dich unter die Freier, als wäre nichts geschehen. Mich wird der Sauhirt, nachdem ich wieder zum greisen Bettler umgestaltet bin, dir nachführen. Welchen Schimpf sie alsdann mir auch im Saale antun mögen, und wenn sie nach mir werfen und mich an den Füßen über die Schwelle ziehen, du musst dein Herz bezähmen und es ertragen. Mit Worten magst du sie zu besänftigen suchen; aber sie werden dir nicht folgen, denn ihr Verderben ist beschlossen."


Maria Theresia Paradis
Die Lage in Ithaka spitzt sich zu. Auch in Mozarts Klavierkonzert Nr. 18 liegt Spannung.
Nicht weniger als sechs solcher Konzerte komponiert Mozart 1784, und sie ähneln sich bei aller individuellen Verschiedenheit in ihrer formalen Anlage, ihrer Besetzung und in der Aufwertung des Bläsersatzes zu einem eigenständigen Klangkörper.
Mozart schreibt KV 456 für die Pianistin Maria Theresia Paradis. Das punktierte marschartige 1. Thema des Kopfsatzes ordnet es den „Militärkonzerten“ zu. Um die konventionelle Struktur aus zwei Themen auszubalancieren, beginnt Amadé die Durchführung mit einem neuen musikalischen Gedanken. Den 2. Satz setzt er in g-Moll – der erste Mollsatz seit dem Andantino von KV 271 (vgl. -->). Es ist ein Variationensatz, dessen Thema schon fast eine Variation darstellt; zur Dramatik des Satzes tragen die scharfen Kontraste in Stimmung und Dynamik bei. Im Finalrondo fällt das 2. Couplet in h-Moll durch eine in Mozarts Werk einzigartige chromatische Relation zur Grundtonart B-Dur sowie durch die Polyrhythmik des 2/4-Taktes in Klavier und Holzbläsern gegen den 6/8-Takt im Orchester auf.

Maria Theresia Paradis 1759-1824
Österreichische Pianistin, Sängerin und Komponistin. Dreijährig erblindet (nach einem wahren Martyrium durch eine Vielzahl von Behandlungen, auch bei Franz Anton Mesmer). Seit 1775 prominente Pianistin in Wien. Bei Tourneen bringt sie auch Mozart zu Gehör. Leopold Mozart in einem Brief 1784 an seine Tochter: Amadé habe ein Konzert "für die Paradis nach Paris gemacht". Auf ihren Tourneen begleitet sie der Librettist und Violinist Johann Riedinger, der ihretwegen eine Blinden-Notenschrift erfindet.  Für ihre Korrespondenz verwendet sie eine von Wolfgang von Kempelen, ihrem früheren Hauslehrer, entwickelte Blinden-Schreibmaschine. Später widmet sie sich  der Komposition, gründet ein Institut für musikalische Erziehung, wo sie junge Frauen in Klavier, Gesang und Musiktheorie unterrichtet.
1999 gründen Wiener Musikerinnen das











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