Dienstag, 3. Januar 2012

4. August

Mozart KV 426 Fuge für zwei Klaviere

Odyssee 15, 67 - 94

Telemach bittet in Sparta den Menelaos, sich verabschieden zu dürfen.
Menelaos:
"Lieber Gast, ich bin weit entfernt, dich länger aufhalten zu wollen, wenn du dich nach Hause sehnest. Ich selbst kann den Wirt nur tadeln, der durch lästige Freundschaft sich gegen seinen Gastfreund als ein Feind beweist. Es ist ebenso arg, einen Eilenden aufzuhalten als einen Zögernden an die Heimkehr zu erinnern. Warte nur so lange, bis ich dir Geschenke in den Wagen gelegt und die Weiber dir einen Schmaus bereitet haben."
"Edler Fürst", antwortet Telemach, "ich wünsche nur deswegen heimzukehren, um nicht, während ich nach dem Vater forsche, selbst zugrunde zu gehen, denn es warten allerlei Gefahren auf mich, und im väterlichen Palast wird mein Erbgut aufgezehrt."



Amadés Bekanntschaft im Hause seines Freundes und Gönners Baron Gottfried van Swieten mit der Musik J. S. Bachs und G. F. Händels  ist ebenso wichtig für ihn wie Telemachs Fahrt nach Pylos und Sparta. Folge der Beschäftigung mit diesen Komponisten ist u.a. die Fuge für 2 Klaviere in c-Moll vom 29. Dezember 1783,  wohl das wichtigste Werk aus der Reihe zumeist unvollendeter Fugenkompositionen. Sich nie weit vom pathetischen c-Moll entfernend, durchläuft Mozart in der Fuge alle erdenklichen kontrapunktischen Techniken wie Umkehrung und Engführung, um schließlich - wie so oft auch bei Händel - in majestätischer Homophonie zu enden. Wir werden ihr nochmals in KV 546 begegnen, wo Mozart die Fuge als Streichquartett bearbeitet. (Beethoven übrigens schrieb sie sich zu Studienzwecken ab.)

KV 426












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