Dienstag, 3. Januar 2012

5. August

Mozart KV 433 (416c) Arie "Männer suchen stets zu naschen"

Odyssee 15, 95 - 129

Telemach verabschiedet sich in Sparta.
Menelaos selbst sucht einen goldenen Becher aus, seinem Sohn Megapenthes gibt er einen schönen silbernen Krug zu tragen, und Helena sucht aus dem Kasten das schönste und größte selbstgewirkte Gewand hervor. Menelaos reicht seinem Gast Telemach den Becher, sein Sohn stellt den Krug vor ihm auf, und Helena gibt ihm das Gewand:
"Nimm dieses Geschenk, lieber Sohn, als ein Andenken aus der Hand Helenas; am Hochzeitstage soll es deine junge Braut tragen; bis dahin mag es im Gemach deiner Mutter liegen. Du aber kehre mit fröhlichem Herzen in das Haus deiner Väter zurück!"





Dass diese unvollende Komposition Amadés nach einem unbekannten Dichter sehr bekannt ist, verwundert wenig. "Männer suchen stets zu naschen" komponiert Mozart 1783 in Wien, möglicherweise  als Einlage für eine Operette bestimmt, sie bleibt unaufgeführt.

KV 433

Männer suchen stets zu naschen
Laßt man sie allein,
Leicht sind Mädchen zu erhäschen,
Weiß man sie zu überraschen!
Soll das zu verwundern sein?
Mädchen haben frisches Blut,
Und das Naschen schmeckt so gut.

Doch das Naschen vor dem Essen
Nimmt den Appetit.
Manche kam, die das vergessen,
Um den Schatz, den sie besessen
Und um ihren Liebsten mit
Väter, laßt's euch Warnung sein:
Sperrt die Zuckerplätzchen ein.














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