Dienstag, 3. Januar 2012

1. September

Mozart KV 458 Nr. 17 B-Dur "Jagdquartett"

Odyssee 16, 338 - 362

Der Herold hat Penelope die Rückkehr ihres Sohnes mitgeteilt.
Eumaios flüstert ihr zu, was ihm sein junger Herr aufgetragen hat, sie solle vor allem Laërtes die fröhliche Botschaft zukommen lassen.
Nachdem die Freier die Neuigkeit durch treulose Dienerinnen erfahren haben, setzen sie sich unmutig zusammen.
Eurymachos: "Das hätten wir doch nimmermehr gedacht, daß der Knabe diese Fahrt so trotzig vollenden würde! Laßt uns nur geschwind ein Schiff ausrüsten, einen Schnellsegler, unsern Freunden im Seehinterhalte die Botschaft zu bringen, dass sie vergebens auf ihn warten und nur wieder umkehren dürfen."
Im selben Augenblick legen die Segler aber unten im Hafen an.



Mozarts Jagdquartett: Begleitmusik zur sich steigernden Dramatik in Ithaka. 
Amadés Freund und geschätzter Lehrer ist Joseph Haydn. Ihm widmet er die 1784/85 entstandenen Streichquartette KV 387, 421, 428, 458, 464, 465. Der Zyklus ist in Anlehnung an das 1781 entstandene op. 33 Haydns konzipiert. Mozart handhabt souverän die Techniken Haydns, aber auch die von Händel und Bach, er findet in den sechs Werken sehr unterschiedlichen Charakters zu einem neuen, eigenen Stil und großer Anerkennung in Wien.
Als Jagdquartett wird das Streichquartett B-Dur KV 458 bezeichnet.
Seinen Beinamen verdankt es dem Beginn des ersten Satzes mit dem Thema aus Dreiklängen im "unedlen" 6/8-Takt, einer zum Jagen auffordernden Musik. Im Finale, einem Sonatensatz mit drei Themen, verwendet Mozart eine Paraphrase des Vaudevilles "Wer soviel Huld vergessen kann" aus dem dritten Akt der "Entführung".


















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen