Dienstag, 3. Januar 2012

11. September

Mozart KV 473 Die Zufriedenheit "Wie sanft, wie ruhig fühl' ich hier"

Odyssee 17, 151 - 182

Der Seher Theoklymenos weissagt der Fürstin (er habe es durch ein Vogelzeichen erfahren), Odysseus sitze bereits irgendwo im Gefilde seiner Heimat, oder er schleiche heimlich umher, auf das Verderben der Freier sinnend!
Diese erfreuen sich vor dem Palaste auf dem Pflaster des Hofes wie gewöhnlich mit Diskuswerfen und Speerschleudern. Endlich brechen sie auf Einladung des Herolds zum Mittagsmahl ins Innere des Palastes auf.



Penelopes Sehnsucht spricht aus dem Lied, sie hat die Freier und ihr Treiben satt.
Amadé komponiert das Lied Die Zufriedenheit für eine Singstimme und Klavier nach einem Text von Christian Felix Weiße im Mai 1785 mit Vor- und Nachspiel. Mit dem ruhigen 6/8-Takt stützt Mozart die Aussage des Textes.

KV 473

Die Zufriedenheit
Wie sanft, wie ruhig fühl' ich hier
Des Lebens Freuden ohne Sorgen,
Und sonder Ahnung leuchtet mir
Willkommen jeder Morgen.


Mein frohes, mein zufried’nes Herz
Tanzt nach der Melodie der Haine,
Und angenehm ist selbst mein Schmerz,
Wenn ich vor Liebe weine.

Wie sehr lach’ ich die Großen aus,
Die Blutvergießer, Helden, Prinzen!
Denn mich beglückt ein kleines Haus,
Sie nicht einmal Provinzen.

Wie wüten sie nicht wider sich,
Die göttergleichen Herrn der Erden:
Doch brauchen sie mehr Raum als ich,
Wenn sie begraben werden?
(Christian Felix Weiße)




















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