Dienstag, 3. Januar 2012

17. Setember

Mozart KV 480 "Mandina amabile"

Odyssee 17, 342 - 374

Odysseus als Bettler in seinem Palast
Sobald Telemach ihn erblickt, nimmt er Brot, dazu eine Handvoll Fleisch und gibt beides dem Sauhirten für den Bettler. Dieser soll sich nicht schämen und bei den Freiern herumbetteln! Das ganze Mahl über hat der Sänger Phemios die Gäste mit seinem Lied ergötzt; jetzt schweigt er, man hörte nur noch den wilden Lärm der Schmausenden durch den Saal. Athene treibt Odysseus an, bei den Freiern zu bettleln, um die anständigen von den rohen unterscheiden zu lernen.Dennoch war ihnen allen miteinander das Verderben von der Göttin zugedacht: es sollte nur einer milderen Todes sterben als der andere. Odysseus geht flehend von Mann zu Mann, streckt seine Hand hin, als wäre er seit lange den Bettel gewohnt. Die Freie fragen, woher der Mann wohl kommen möge. Der Ziegenhirt Melanthios sagt, der Sauhirt habe ihn hereingebracht.




Im November 1785 schreibt Amadé als Einlage in die Wiener Aufführung der Opera buffa "La villanella rapita" von Giuseppe Francesco Bianchi (Libretto von Giovanni Bertati) KV 479 und KV 480.
Das Terzett für Sopran, Tenor, Bass und Orchester steht an Stelle eines Rezitativs; es singen Coelestine Coltellini, Vincenzo Calvesi und Stefano Mandini. Wahrscheinlich das einzige Opern-Ensemble, das zu Mozarts Lebzeiten - vermutlich ohne sein Wissen - in Partiturdruck erscheint.

KV 480

Mandina amabile
IL CONTE
Mandina amabile,
Questo danaro
Prendilo, tientelo,
Tutto per te.


MANDINA
Oh come siete
Grazioso e caro!
Quante monete!
Tutto per me.


IL CONTE
La mano porgimi
D’amore in pegno.


MANDINA
Ecco, servitevi,
Ve la consegno.


MANDINA, IL CONTE
Oh che contento
In cor mi sento!
Più dolce giubilo
Per me non v’é.


PIPPO
Eccellenza, seguitate,
Io giá so che voi lo fate
Per bontà, per amicizia.
Qui non c’entra la malizia,
Oh non c’entra, signor, no.


IL CONTE
Resta pur colla tua sposa,
Io vi lascio e me ne vo.


MANDINA
Pippo ha in capo qualche cosa,
Vorria fingere e non può.


PIPPO
Ho un sospetto maledetto,
E cavarmelo non so.


MANDINA
Sono astratti, paion matti,
Cosa s’abbiano non so.


IL CONTE
Vado e torno, e come il giorno
Finir dee, sol io lo so.



DER GRAF
Geliebte Mandina,
dieses Geld,
nimm es, behalte es,
es ist alles für dich.


MANDINA
Oh, wie gutmütig und groß
Ihr seid.
So viele Münzen,
und alle für mich.


DER GRAF
Gib mir die Hand
als Zeiehen deiner Liebe.


NIANDINA
Hier, zu Diensten,
ieh gebe sie Eueh.

MANDINA, DER GRAF
O, welche Freude
fühle ich in der Liebe.
Für mich gibt es
kein größeres Entzücken.


PIPP0
Exzellenz, fahrt fort,
ich weiß, Ihr tut es
aus Güte und Freundschaft.
Hier gibt es keine Böswilligkeit,
nein, die gibt es nicht.


DER GRAF
Bleib nur bei deiner Braut,
ich verlasse euch und gehe.


MANDINA
Pippo hat etwas vor,
er will etwas vorgeben,
aber er kann’s nicht.


PIPPO
Ich habe einen verfluchten Verdacht,
den ich nicht loswerden kann.


MANDINA
Sie sind verwirrt, scheinen verrückt,
ich weiß nicht, was mit ihnen ist.


DER GRAF
Ich gehe und komme wieder,
und wie der Tag
enden wird, nur ich weiß es.













.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen